Pestseuche: Madagaskar setzt Notfallplan gegen Verbreitung in Kraft

Die tödliche Beulenpest wütet alljährlich im afrikanischen Inselstaat Madagaskar. Foto: Otis Historical Archives of “National Museum of Health & Medicine” / Wikimedia(CC-BY-2.0)
Die tödliche Beulenpest wütet alljährlich im afrikanischen Inselstaat Madagaskar.
Foto: Otis Historical Archives of “National Museum of Health & Medicine” / Wikimedia(CC-BY-2.0)
1. Oktober 2017 - 15:56

Auf der afrikanischen Insel Madagaskar ist neuerlich die tödliche Pestseuche ausgebrochen. Jetzt hat die Regierung einen Notfallplan in Kraft gesetzt. Seit dem 28. August 2017 sind insgesamt 24 Personen durch die Pest zu Tode gekommen. Allein in der Hauptstadt Antananarivo starben in den vergangenen Tagen sechs Menschen an der Seuche. Ministerpräsident Olivier Mahafaly Solonandrasana hat ein allgemeines Versammlungs- und Veranstaltungsverbot für die Hauptstadt verfügt.

Auch bei Sammelplätzen im Personenverkehrsbereich, etwa für Busse und Taxis, wurden Maßnahmen getroffen, damit es zu keinen Menschenansammlungen kommen kann, um so die Übertragungsgefahr einzudämmen.

Rattenplage ist für Pest verantwortlich

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) machen vor allem die schlechten Hygieneverhältnisse und die damit im Zusammenhang stehende Rattenplage für den alljährlich wiederkehrenden Ausbruch der Pest verantwortlich. Eingeschleppt wurde die Krankheit ursprünglich 1898 durch Schiffsreisende. Seit dem zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts bricht sie in dem Inselstaat jedes Jahr aus.

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