SPD-Kanzlerkandidat Schulz soll laut Medienberichten schon Monate vor dem Wahltag aufgegeben haben.

Bild: Ziko van Dijk / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Aufgedeckt: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz glaubte längst nicht mehr an den Sieg

Martin Schulz hatte als Kanzlerkandidat der SPD bereits lange vor dem Wahltag am 25. September die Flinte ins Korn geworfen. Diese These stützen Medienberichte in deutschen Nachrichtenmagazinen. Der bereits am Wahlabend proklamierte Kurs der SPD in die Opposition, den der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat verkündet hatte, war offensichtlich bereits Monate davor in ihm gereift.

Bereits im Mai 2017, das heißt eineinhalb Monate nach seiner Kür als Spitzenmann der deutschen Sozialdemokratie, soll Schulz in die politische Depression verfallen sein. Grund dafür war offensichtlich die Wahlniederlage im Kernland Nordrhein-Westfalen am 14. Mai. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ schildert die Stimmungslage des Kanzlerkandidaten:

Nicht einmal zwei Monate später befindet sich die SPD auf dem Sinkflug. Nach Schleswig-Holstein haben die Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen auch in NRW verloren. „Eine krachende Niederlage“, wie ein sichtlich angeschlagener Schulz später im Willy-Brandt-Haus erklärt.

Doch wie schwer ihn die Wahlschlappe im Kernland der SPD wirklich traf, offenbart Schulz hinter den Kulissen der Parteizentrale. „Das Le­ben ist wie eine Hüh­ner­lei­ter“, soll der Sozialdemokrat in seinem Büro vor seiner Ansprache am 14. Mai geflucht haben. „Beschissen“ – „Ich bin jetzt königlicher Niederlagenkommentator“, so Schulz.

SPD-Sprecher Tobias Dünow habe Schulz daraufhin ermahnt, er dürfe bei seiner Rede nicht „depressiv“ rüberkommen. Doch als der Sozialdemokrat Parteikollegin Hannelore Kraft, Spitzenkandidatin in NRW, im Fernseher sieht, hat Schulz angeblich gesagt: „Für dich haben wir ei­nen hohen Preis ge­zahlt.“

SPD-Kandidat Schulz soll im Juli bereits aufgegeben haben

Im Juli 2017 soll Schulz bereits innerlich aufgegeben haben, da er keine Chance mehr gesehen haben soll, noch als Nummer Eins vor Angela Merkel durchs Ziel zu gehen:

Nach dem Sinkflug habe Schulz seine Partei im „freien Fall“ gesehen. „Vielleicht bin ich auch der falsche Kandidat“, wird ein „lethargisch“ sprechender Schulz zitiert, nachdem er den ARD-Deutschlandtrend Anfang Juli gesehen haben soll. „Die Leu­te sind nett zu mir, aber sie sind es aus Mit­leid. Das spü­re ich schon seit ei­ni­ger Zeit“, so Schulz über die prognostizierten 23 Prozent seiner Partei. In Wahrheit habe er „nicht den Hauch einer Chance“ zu gewinnen.

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