„Braunes Gesocks soll woanders essen“: Gesinnungsposting eines bayerischen Wirtes, der AfD-Wähler als Gäste ablehnt.

Foto: Bild: Screenshot / Twitter @IQ_Stimulator
Wirt in bayerischem Luftkurort will keine AfD-Wähler als Gäste

Im bayerischen 9.000-Seelen-Luftkurort Lenggries (Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen) bekennt sich ein ortsansässiger Wirt plakativ als AfD-Gegner. Auch seinen „kunterbunten“ Mitarbeiterstab lobt er dabei auf Facebook in höchsten Tönen. Denn der Gastronom hat allem Anschein nach ein Problem mit der Gesinnung mancher Gäste.

AfD mit Zugewinn von 5,9 Prozent

Dem „Lenggrieser Altwirt“ dürfte in seiner Aufregung über das Wahlergebnis der Bundestagswahl in seinem Posting allerdings ein fataler Fehler unterlaufen sein. Denn die AfD ist mit einem Stimmenanteil von 11,7 Prozent und einem Zugewinn von 5,9 Prozent dritt- und nicht wie behauptet zweitstärkste Partei im Landtag des Wahlkreises Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach geworden. Die Union verlor 12,3 Prozent, liegt nun mit 41,6 Prozent an erster Stelle. Tatsächlich an zweiter Stelle landete die FDP mit 12,4 Prozent und einem Zugewinn von 6,5 Prozent.

Provokante „Wirtspost“: AfD-Gäste landen im Kübel

Dem Facebook-Posting des „linksgesinnten Altwirten“, welches auch auf Twitter Verbreitung fand, ist nicht nur seine Aversion gegen AfD-Wähler zu entnehmen, er bringt diese Wählergruppe auch plakativ mit dem Nationalsozialismus in Verbindung. 

Beim Altwirt bleibt jedoch „alles bunt“, wie er uns mitzuteilen hat. Nebstbei verrät er, dass sein Team, das aus Angehörigen von fünf Nationen besteht, ohne diesen multikulturellen Mehrwert nur noch die Hälfte wert wäre. Ob das wirklich eine Empfehlung für hungrige Gäste ist? Die wollen beim Wirt gut essen und trinken – und nicht linksideologisch belehrt werden. Abschließend klärt er wortgewaltig auf, dass „das braune Gesocks ihren Schweinebraten in Zukunft gerne in einem anderen Lokal verzehren soll“.

Das Geld hat kein Mascherl

Wenn ein Wirt freiwillig auf fast zwölf Prozent potentieller Gäste (=Einnahmen) verzichtet, wird das die Konkurrenz freuen. Denn das Geld hat bekanntlich kein Mascherl – und patriotisch gesinnte Gäste werden es liebend gern dort ausgeben, wo sie nicht als „braunes Gesocks“ bezeichnet werden. Mahlzeit!

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