Nächster Hetzseiten-Skandal: Ex-ORF-Journalistin betreibt über Verein Anti-ÖVP/FPÖ-Hetzseite

Nächste Hetzseite gegen ÖVP und FPÖ Foto: Screenshot / www.die95prozent.at
Nächste Hetzseite gegen ÖVP und FPÖ
Foto: Screenshot / www.die95prozent.at
5. Oktober 2017 - 10:16

Der Skandal rund um die Schmutzkübelkampagne der SPÖ gegen ihre politischen Widersacher, allen voran Sebastian Kurz und die FPÖ, zieht immer weitere Kreise. Konkret handelt es sich um die Seite "Die 95 Prozent".

Verein betreibt Hetzseite, Ex-ORF-Journalistin ist Gründerin

Die Seite "Die 95 Prozent" weist ein ziemlich spärliches Impressum auf, welches wiederum auf den "Verein zur Förderung politischer Teilhabe und politischer Bildung" als Medieninhaber und Herausgeber verweist. Laut Vereinsregisterauszug wurde der Verein Ende August 2017 von Mag. Ralph Guth und Johanna Jaufer gegründet.

Bei Guth handelt es sich um ein Vorstandsmitglied der globalisierungskritischen und stark marxistisch geprägten NGO "Attac" sowie einen ehemaligen Lektor am Institut für Internationale Entwicklung an der Universität Wien. Bei Jaufer wird die Sache aber interessanter. Denn sie war bis zum Jänner 2017 immerhin beim ORF-Radiosender FM4 als Journalistin tätig.

Seite hetzt gegen "Reiche", Kurz und Strache

Auf besagter Seite, die übrigens auch auf Facebook zu finden ist und dort mehr als 2.200 Fans hat, sind ausschließlich Artikel zu finden, die gegen die Kurz-ÖVP oder HC Strache und die FPÖ hetzen. Man mokiert sich über Politikergehälter sowie über nicht näher definierte "Netzwerke", "Jagd-Fanatiker, "Religiöse" und alle anderen, die nicht ins Weltbild passen. Das ganze wird dann laut FAQ als "Humor" verkauft, der sich gegen die "Alphamännchen-Parade Kurz, Strache, Doskozil, Kern, Pilz und Co" richtet. Der Name "95 Prozent" kommt daher, weil 95 Prozent der Menschen in Österreich weniger als eine Million Euro besitzen.

Die Seite gibt sich zudem "unparteiisch", aber: "Was nicht heißt, dass wir glauben dass alle Parteien gleich wären. Welche wir besonders angrennt finden, könnt ihr vielleicht erraten." Artikel gegen Grüne, SPÖ oder Neos sucht man jedenfalls vergeblich. 

Neue SPÖ-Hetzseite vergleicht Kurz mit Hitler

Einen weiteren Bock hat auch die SPÖ geschossen. Anstatt Gras über die Silberstein-Causa und SPÖ-finanzierte Facebook-Hetzseiten wachsen zu lassen, vergleicht nun eine SPÖ-nahe Facebookseite namens "Freunde der SPÖ-Oberhausen – Ortsorganisation" ÖVP-Chef Kurz mit Adolf Hitler. 

Der Beitrag wurde im Original von dem linksradikalen Ex-Grünen Klaus Kufner erstellt- unzensuriert berichtete bereits über ihn. Zu sehen sind Bilder von Kurz und Hitler in ähnlicher Pose. Darunter steht geschrieben: "Jetzt weiß ich, was mich an diesem Plakat von Sebastian Kurz die ganze Zeit so sehr irritiert hat, ich kannte das Sujet, den grafischen Stil von irgendwo her." Der geschmacklose Vergleich wurde prompt von der SPÖ-Seite geteilt. Mittlerweile wurde das Posting wieder gelöscht, die Landes-SPÖ spricht von einer "Dummheit". 

Seite wird von SPÖ Groß Enzersdorf betrieben

Die Facebookseite "Freunde der SPÖ-Oberhausen – Ortsorganisation" wird laut Impressum von der SPÖ Groß Enzersdorf betrieben. Obfrau ist wiederum die Vizebürgermeisterin und stellvertretende SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Monika Obereigner-Sivec. Die direkte Involvierung der Sozialisten in diesen neuerlichen Skandal ist also nicht zu leugnen. 

Am 9. Oktober 2017 erreichte uns ein Brief der Anwaltskanzlei Freimüller/Obereder/Pilz mit dem Inhalt, dass Frau Johann Jaufer seit dem Jänner 2017 nicht mehr für den ORF-Radiosender FM4 tätig ist. Wir haben deshalb den Artikel selbstverständlich entsprechend geändert.

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