Puls4-Konfrontation: Kurz leugnet Aussage, Zuwanderer seien gebildeter als Österreicher

Sebastian Kurz leugnete beim TV-Duell mit Christian Kern seine umstrittene Aussage zur Qualifikation von Einwanderern. Foto: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres / flickr (CC BY 2.0) - Fotomontage: unzensuriert.at
Sebastian Kurz leugnete beim TV-Duell mit Christian Kern seine umstrittene Aussage zur Qualifikation von Einwanderern.
Foto: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres / flickr (CC BY 2.0) - Fotomontage: unzensuriert.at

Heiß her ging es beim TV-Duell zwischen Sebastian Kurz (ÖVP) und Kanzler Christian Kern (SPÖ) auf Puls4. Neben gegenseitigen Anschuldigungen in der Schmutzkübelkampagne rund um Tal Silberstein und Konsorten ging es auch um die Aussage Kurz' zu den angeblich gebildeteren Einwanderern aus dem Jahr 2015. Kurz leugnete den Vorwurf Kerns und verlangte einen "Faktencheck", den unzensuriert gerne liefert.

Kern konfrontiert Kurz mit Aussage, dieser ortet FPÖ-Propaganda

So berichtete unzensuriert im Jahr 2015 exklusiv über den skandalösen Kurz-Sager beim Neujahrsbrunch der ÖVP in Gerasdorf. Zum Thema Integration verlautbarte der Integrationsminister damals: "Der durchschnittliche Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittliche Österreicher." Folglich blieb Kurz auch bei einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ bei seiner Aussage und versuchte diese mit Statistiken zu belegen. 

Kern konfrontierte Kurz bei der TV-Diskussion (ca. ab Minute 50) mit der Aussage, mit den Worten "durschnittliche Flüchtlinge seien intelligenter als durchschnittliche Österreicher". Das Zitat sei immerhin "bestens bekannt", so Kern. Kurz gab sich daraufhin unwissend und ablehnend und meinte, Kern würde schon auf die "Propaganda von HC Strache hereinfallen". 

Kurz redet sich mit Wortklauberei aus Affäre

Kurz bedauert daraufhin zudem den fehlenden Faktencheck bei Puls4, denn dieser könne seine Unschuld beweisen. Er leugnete vehement seine getätigte Aussage, meint in Richtung Kern, er habe nie gesagt, dass "der durchschnittliche Flüchtling gebildeter sei als der durchschnittliche Österreicher". Damit hat Kurz auch Recht, denn er sprach von "Zuwanderern" und nicht von Flüchtlingen, was aber nichts an der Brisanz der Aussage ändert.

Wie so oft redete sich Kurz durch pingelige Wortklauberei aus der Affäre. 

Übrigens: Im anschließenden TV-Duell zwischen Kurz und HC Strache auf Puls4 konfrontierte der FPÖ-Chef diesen mit dem korrekten Zitat. Kurz schwieg daraufhin bezeichnendermaßen...

TV-Duell Kurz gegen Kern von Streitereien geprägt

Das Duell zwischen Kern und Kurz war aber auch abseits des "Zuwanderer-Sagers" von Streitereien, persönlichen Angriffen, Unterbrechungen und gegenseitigen Unterstellungen geprägt. Kurz sah sich in der Opferrolle, Kern meinte wiederum, man glaube Kurz die Opferrolle ohnehin nicht. Viele Zuseher kritisierten danach vor allem die hysterische Art Kerns während der Konfrontation. Hier die "Höhepunkte", präsentiert von FPÖ TV:

Wohlwollend wurde hingegen, auch von den Medien, das Duell zwischen Strache und Kurz aufgenommen. Beide hätten sachlich und ruhig diskutiert, ohne in Streitereien und gegenseitige Anschuldigungen zu verfallen. 

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