Wird Heide Schmidt mit fortschreitender Altersweisheit noch ein Fan von unzensuriert?

Foto: Bild: Gregor Tatschl / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Ironie der Geschichte: Ausgerechnet Heide Schmidt verteidigt unzensuriert

Nach der Scheidung von den Freiheitlichen, denen sie ihre Karriere verdankte, wurde Heide Schmidt zu DER FPÖ-Hasserin des Landes. Alles, was mit den Blauen zu tun hat, redete sie in zig Fernsehsendungen schlecht. Und jetzt? Ändert Heide Schmidt mit fortschreitender Altersweisheit ihre Meinung doch noch? Ausgerechnet sie ist es, die nun unzensuriert im Magazin News verteidigt:

Tatsächlich: Es gibt auch eine Schmuddelseite namens “Die Wahrheit über Christian Kern”, ein ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär bekennt, die Kanzlergattin bespitzelt zu haben, und das FPÖ-nahe Internetportal unzensuriert.at ist auch voll von persönlichen Angriffen – freilich ohne Tricks, Tarnen und Täuschen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die FPÖ in der jetzigen Auseinandersetzung fast harmlos erscheint.

Von Tricks, Tarnungen und Täuschungen freigesprochen

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet Heide Schmidt unzensuriert von Tricks, Tarnungen und Täuschungen freispricht. Andere Politiker dagegen versuchen weiterhin – mit unlauteren Mitteln – unzensuriert auf die gleiche Stufe mit den schmutzigen Aktivitäten eines Tal Silberstein und seiner SPÖ-Helfer zu stellen.

Matznettes Verteidigungsreflex

Christoph Matznetter, SPÖ-Nationalratsabgeordneter und derzeit als interimistischer Parteisekretär für die Aufarbeitung der Silberstein-Affäre zuständig, reagierte reflexartig, als er quasi als Entschuldigung für den eigenen Dreck in der SPÖ von Christian Kern sinngemäß andeutete, auch die FPÖ hätte mit unzensuriert eine Sudelseite in petto.

Und bei der letzten Nationalratssitzung vor der Wahl am 15. Oktober formulierte Multifunktionär Wolfgang Katzian sinngemäß: Wer eine Nähe zu unzensuriert aufweise, brauche sich nicht über die gefakten Silberstein-Seiten aufregen.

SPÖ und Mainstream sauer: unzensuriert war erster Silberstein-Aufdecker

Den Mächtigen, und da vor allem den SPÖ-Bonzen, passt unzensuriert überhaupt nicht ins Konzept. Wer von denen braucht schon ein Medium, das lange vor allem anderen den Silberstein-Fall ins Rollen brachte? Als unzensuriert als erstes Medium darüber schrieb, rückten sofort willfährige Schreiber – etwa im Magazin News – aus, die Silberstein von den Vorwürfen weitgehend freischrieben.

Mit der Silberstein-Affäre der SPÖ haben wir dem kritischen Journalismus, der die Mächtigen eigentlich kontrollieren müsste, einen Spiegel vorgehalten. Ihrer Schwäche und ökonomischen Abhängigkeit von den Regierungsparteien bewusst, betrachten uns die Mainstream-Medien gerade deshalb als erbitterte Gegner, die nun keine Gelegenheit auslassen, um unzensuriert als unseriös darzustellen.

“Prinzessin mit Glaskinn” stornierte Inserate

Wie es mit den Medien in Österreich zu laufen hat, führte SPÖ-Kanzler Kern der Öffentlichkeit eindrucksvoll vor. Er stornierte kurzerhand Parteiinserate, nachdem die Tageszeitung Österreich es gewagt hatte, über ein SPÖ-internes Geheimpapier zu schreiben, in dem Kern als “Prinzessin mit Glaskinn” benannt wurde.

So schaut es aus mit der Pressefreiheit in Österreich. Wer zahlt, schafft an. Bisher war es so, aber am 15. Oktober geht es auch darum, diesen unerträglichen Zustand endlich zu ändern.

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