Tal Silberstein könnte, was „Dirty Campaigning“ betrifft, von ÖVP-Sympathisanten im Salzkammergut noch etwas lernen.

Bild: Wolfgang Sauber / Own work / wikimedia GNU Free Documentation License
Postwurfsendung vermiest ÖVP-Chef Kurz das Wahlkampf-Finale im Salzkammergut

„Dirty Campaigning“ im Salzkammergut. Was Tal Silberstein und seine SPÖ-Leute mit politischen Mitbewerbern praktiziert haben, geht auch innerhalb der ÖVP ganz auf lokaler Ebene. Ein Unternehmer – und offensichtlich auch ein eingefleischter ÖVP-Wähler – will mit einem Brief an alle Haushalte die Wahl von Kurz-Kandidat Arno Perfaller in den Nationalrat verhindern.

Intrigant, der hinterlistige Aktivitäten verfolge

Perfaller sei ein „Wechselspieler und Intrigant sondergleichen“, der „hinterlistige Aktivitäten“ verfolge und Politik nur zu seinem Selbstzweck betreibe. Unternehmer Franz Hillebrand aus St. Wolfgang am Wolfgangsee traut sich viel und nimmt kein Blatt vor den Mund. Seine Postwurfsendung mit unglaublichen Anschuldigungen gegen den ÖVP-Mann verschickte er allen Wählern zwischen Gmunden und Obertraun, praktisch im ganzen oberösterreichischen Salzkammergut.

Perfaller: „Postwurfsendung ist Schmutzkampagne“

In den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) weist der Kandidat auf der Liste Kurz, Arno Perfaller, die „Pauschalvorwürfe“ – wie er sie nennt – entschieden zurück. Er bezeichnet die Postwurfsendung als „Schmutzkampagne“, das sei blanker Hass. Wörtlich sagt Perfaller:

Hillebrand hätte jahrelang Zeit gehabt für seine Vorwürfe. Dass er fünf Tage vor der Wahl damit kommt, zeigt nur, dass er mir schaden will.

„Schäme mich für das Salzkammergut“

Was Tal Silberstein also auf Bundesebene macht, erledigen für die ÖVP ganz von allein ihre potentiellen Wähler. Denn der Versender des Postwurfs bekennt sich gegenüber den OÖN als ÖVP-Sympathisant:

Ich bin mit der ÖVP durchaus zufrieden, aber ich schäme mich für das Salzkammergut, wenn uns Perfaller in Wien vertritt.

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