SPÖ-Abgeordneter Muchitsch beschmipft am letzten Tag des Wahlkampfs den politischen Gegner massiv.

Bild: C Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS
„Gfraster“: SPÖ-Sozialsprecher Muchitsch beschimpft politische Mitbewerber

In den Bürgerkriegsjargon der dreißiger Jahre ist ein SPÖ-Politiker am letzten Tag vor der Nationalratswahl 2017 zurückgefallen. Wörtlich bezeichnete der SPÖ-Sozialsprecher und steirische Nationalrat Josef (Beppo) Muchitsch politische Mitbewerber als „Grafster“, die die Republik übernehmen wollen würden. Darüber hinaus rief der oberste österreichische Baugewerkschafter dazu auf, dass nur die zur Wahl gehen sollen, die die SPÖ ankreuzen, die Wähler anderer Parteien sollten gleich zu Hause bleiben.

Damit zeigte der SPÖ-Spitzenpolitiker ein erschreckendes demokratiepolitisches Verständnis, das offensichtlich immer noch von unversöhnlicher Lagermentalität und plumper Machtpolitik gespeist wird.

SPÖ: Nerven liegen vor Schicksalswahl total blank

Die Nerven liegen bei der SPÖ offensichtlich total blank. Sonst könnte es nicht passieren, dass ansonsten besonnene und im persönlichen Umgang durchaus als umgänglich beschriebene SPÖ-Repräsentanten wie Muchitsch in Radikal-Rhetorik zurückfallen. Die Realität, dass die SPÖ unter ihrem Spitzenkandidaten Bundeskanzler Christian Kern auf dem absteigenden Ast ist, will man nicht zur Kenntnis nehmen.

Da beschimpft man lieber alle anderen und hofft, damit die eigene SPÖ-Basis noch einmal einzupeitschen. Baugewerkschafter scheinen in der SPÖ für exponierte Standpunkte überhaupt gebucht zu sein. Franz Olah, ein Vorgänger von Muchitsch, hielt sich sogar eine geheime und bewaffnete Bürgerkriegsarmee in den fünfziger und sechsiger Jahren des 20. Jahrhunderts.

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