Für immer mehr Regionalisten in Katalonien klicken jetzt die Handschellen.

Foto: Bild: Klaus with K / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Katalonien: Verhaftung von Regionalisten durch spanisches Höchstgericht

Neue Verhaftungen gegen Regionalisten setzt es jetzt in Katalonien. Der Oberste Gerichtshof in Spanien hat die Inhaftierung von Jordi Sánchez und Jordi Cuixart angeordnet. Sánchez und Cuixart sind die Vorsitzenden zweier großer katalanischen Unabhängigkeitsorganisationen, die die Unabhängigkeitsabstimmung am 1. Oktober 2017 wesentlich mitorganisiert hatten.

Der Kommandant der katalanischen Regionalpolizei, Josep Lluís Trapero, für den ebenfalls ein Haftbefehl ausgestellt war, wurde gegen eine Kaution von 40.000 Euro auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich allerdings regelmäßig bei den Strafbehörden melden.

Polizeichef Trapero könnten zehn Jahre Haft drohen

Der katalonische Polizeichef Trapero ist mit zehn Jahre Haft bedroht. Er soll im Zusammenhang mit dem Referendum Hochverrat und Amtsmissbrauch begangen haben, da er verhindert hat, dass die von ihm befehligte Regionalpolizei gegen die Organisatoren vorgegangen ist. In Barcelona herrscht im Zusammenhang mit den Nachwehen der Abstimmung jedenfalls gespannte Ruhe. Eine Protestkundgebung mit 200.000 Teilnehmern gegen die neuen Verhaftungen verlief ruhig.

Die spanische Regierung in Madrid und die Regierungsverantwortlichen in Barcelona belauern sich gegenseitig und planen jeweils den nächsten Schachzug in der verfahrenen Situation zwischen Region und Zentralmacht.

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