Mit einer kopftuchtragenden Moslemin will Bipa nicht „religiös oder politisch Stellung beziehen“.

Foto: Bild: Screenshot / bipa.at
Kopftuch-Skandal: Bipa verteidigt Kopftuch und ist „stolz auf vielfältige Kundschaft“

Immer noch gehen die Wogen hoch ob der neuesten Werbekampagne der Rewe-Drogeriekette Bipa, in welcher unter anderem eine kopftuchtragende Moslemin zu sehen ist. Unzensuriert berichtete exklusiv. Doch die zahlreiche Kritik samt Boykottaufrufen seitens der Kundschaft dürfte das Unternehmen nicht zum Umdenken bewegen. Im Gegenteil: An unzensuriert weitergeleitete Antworten des Unternehmens auf Beschwerden von Kunden verdeutlichen die Uneinsichtigkeit. 

Kopftuch „österreichische Lebensrealität“

In verschiedenen Emails an Bipa wurde die unüberlegte Werbung für das Kopftuch als Symbol des politischen Islams kritisiert. Bipa solle beispielsweise einmal den Koran und das darin enthaltene Frauenbild studieren, bevor man Frauen im Kopftuch propagiert, so eine empörte Ex-Kundin. Die Antwort von Bipa dürfte auf alle Protestschreiben die gleiche sein.

Man bilde in der neuen Kampagne „verschiedenste Lebensrealitäten ab, quer durch die österreichische Gesellschaft, um die Vielfältigkeit unserer Kundinnen und Kunden darzustellen“, so die einleitenden Worte der Antwort.

Frau im Hidschab keine religiöse Stellungnahme

Des weiteren verweist Bipa auf die Hidschab-tragende Frau in der Werbekampagne:

Neben blonden und dunkelhaarigen, jüngeren und älteren, prominenten und nicht prominenten, tätowierten und nicht tätowierten, stärker geschminkten und weniger geschminkten Frauen, zeigt die BIPA Kampagne auch eine Frau mit Hidschab. BIPA bezieht damit nicht religiös oder politisch Stellung, sondern signalisiert, dass BIPA ein Ort für alle Frauen ist – völlig unabhängig ihrer politischen, religiösen oder kulturellen Hintergründe.

Eine Frau im Kopftuch – immerhin gilt das Kopftuch im Islam als konservativ-religiöses Symbol – ist für das Unternehmen also kein religiöses Statement. Warum in der Kampagne im Sinne der Gleichbehandlung zum Beispiel keine Kreuz-tragende Frau oder eine Hindu-Frau zu sehen ist, bleibt freilich ungeklärt. 

Bipa stolz auf „vielfältige Kundschaft“

Abschließend meint Bipa, die Auswahl der abgebildeten Frauen stelle die Vielfältigkeit der Kundinnen dar. Man sei „stolz auf die vielfältige Kundschaft“. 

Eine empörte unzensuriert-Leserin zu der sturen Haltung der Drogeriekette: „Offenbar ist immer noch kein Unrechtsbewusstsein (insbesondere der Werbeagentur) erkennbar.“ 

Eine Entschuldigung der verantwortlichen Werbeagentur nach ihrem „Gehirnamputierten-Sager“ über unzensuriert-Leser, steht ebenso noch aus. 

 

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