Weil rote Bezirksräte bei einem Oktoberfest nicht begrüßt wurden, „freut“ sich die rote Bezirksvorsteherstellvertreterin Ilse Fitzbauer schon auf die nächste Ortsverhandlung mit dem Veranstalter.

Foto: Bild: Screenshot Facebook
Weil sie nicht begrüßt wurde: SPÖlerin droht Veranstalter

Die Floridsdorfer Bezirksvorsteherstellvertreterin Ilse Fitzbauer (SPÖ) sorgte unlängst auf ihrer Facebookseite für eine Entgleisung. Weil im Zuge eines Oktoberfests diverse SPÖ-Funktionäre im Gegensatz zu Vertretern anderer politischer Parteien vom Veranstalter nicht begrüßt wurden, teilte sie unter anderem mit: „Der Veranstalter hat eine eindeutige Rechtspreferenz (sic). Ich freu mich schon auf die nächste Ortsverhandlung.“

Der freiheitliche Bezirksvorsteherstellvertreter Karl Mareda bewertet Fitzbauers Worte als Drohung gegenüber dem Veranstalter. Schließlich sei sie für die Organisation von Ortsverhandlungen maßgeblich verantwortlich.

SPÖ-Bezirksräte meldeten sich nicht an

Gegenüber unzensuriert.at klärt Mareda auf, wie sich der Vorfall tatsächlich abgespielt hat:

Es wurden alle politischen Vertreter begrüßt, die sich auch ordnungsgemäß angemeldet hatten. Neben dem – natürlich bekannten – SPÖ-Bezirksvorsteher Georg Papai wurden der freiheitliche Nationalratsabgeordnete David Lasar, unser Klubobmann Thomas Berl, meine Person, aber auch Vertreter der Neos und der Liste WIFF begrüßt. Da die roten Bezirksräte ihre Anmeldekarten nicht abgegeben hatten, wusste der Veranstalter nicht, dass sie anwesend waren.

Er könne auch keine Rechtspräferenz darin erkennen, dass das Publikum den freiheitlichen Vertretern tosenden Applaus spendete. Wenn Fitzbauer hingegen schallendes Gelächter erntete, weil sie wutentbrannt die Begrüßung roter Bezirksräte reklamieren wollte, obwohl die Band schon spielte, müsse sie sich selbst zum Vorwurf machen, so Mareda.

Fitzbauer für FPÖ rücktrittsreif

Dem Veranstalter allerdings mit Konsequenzen zu drohen, sei für eine Funktionärin, die maßgeblich den Bezirk vertritt, unterste Schublade. „Frau Fitzbauer ist rücktrittsreif und Verhandlungen mit dem Veranstalter dürfen künftig nicht mehr von der SPÖ geführt werden“, fordert Mareda.

Fitzbauer selbst hat ihre umstrittene Aussage auf Facebook mittlerweile gelöscht.

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