Der Standard behauptete, Christian Hafenecker habe ein rassistisches Posting geteilt. Diese Falschmeldung wurde schon dem profil zum Verhängnis.

Bild: Faksimile / Standard
Peinlicher Fehler des „Standard“ beim FPÖ-Verunglimpfen: Geschädigter reicht Klage ein

Im allgemeinen Verunglimpfen der FPÖ im Vorfeld einer möglichen Regierungsbeteiligung der Blauen schießen manche Medien weit übers Ziel hinaus – und da passieren dann auch peinliche Fehler: Der Standard hat in der Ausgabe vom 25. Oktober den freiheitlichen Abgeordneten Christian Hafenecker beschuldigt, er habe ein rassistisches Posting geteilt, wie jenes:

Menschen sind wie Bananen, die schwarzen mag keiner.

Vermutlich vom profil abgeschrieben

Offensichtlich hat der Standard diese Behauptung unrecherchiert von profil-Schreiberin Christa Zöchling abgeschrieben. Blöd nur, dass Zöchling, wie unzensuriert berichtete, dafür erst kürzlich rechtskräftig verurteilt wurde. Das profil musste das Urteil veröffentlichen und Christian Hafenecker wegen übler Nachrede eine Entschädigung zahlen. Weil er den zitierten Satz eben nicht geteilt hat. Summa summarum wird diese Falschmeldung dem NEWS-Verlag, zu dem profil gehört, an die 8.000 Euro kosten.

Klage gegen Standard eingebracht

Von diesem Verfahren hat der Standard anscheinend nichts mitbekommen, obwohl das profil schon vor Monaten eine Gegendarstellung bringen musste. Also wurde wild dahingeschrieben, was zwar nicht der Wahrheit entsprach, sich unter der Überschrift „Blauer Klub in Burschenschafterhand“ und mit dem Vorspann „Rechtsruck bei den Rechten“ aber gut an das linke Publikum verkaufen ließ.

Da in Österreich Medien aber nicht so einfach etwas behaupten können, was nachweislich nicht stimmt, zieht Christian Hafenecker nach dem erfolgreichen Prozess gegen Christa Zöchling vom profil nun auch gegen den Standard vor Gericht. Sein Rechtsanwalt Niki Haas hat bereits Klage eingebracht: Er fordert eine Gegendarstellung und eine Entschädigungszahlung für seinen Mandanten – wegen übler Nachrede. 

Bedauern des Fehlers in der Online-Ausgabe

Ind er Online-Ausgabe hat Der Standard bereits korrigiert und folgenden Hinweis am Ende des Artikels angebracht:

In einer Erstfassung des Artikels wurde dem FPÖ-Abgeordneten Christian Hafenecker irrtümlich das Teilen eines Postings zugeschrieben. Weder ist das so erfolgt, noch hat Herr Hafenecker mit dem Inhalt des Postings etwas zu tun. Wir bedauern den Fehler.

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