Mit bloßen Fäusten erschlug Ahmet D. den Mann, der seiner Ex-Freundin zu Hilfe kommen wollte.

Foto: Bild: Pavlofox / pixabay.com (CC0)
#Einzelfall: Prozessauftakt gegen Ahmet D.: Ex-Freundin schrie um Hilfe – Helfer totgeprügelt

Zum Prozessauftakt am 2. Oktober gegen Ahmet D. gab es immerhin ein Geständnis des Angeklagten. Der wegen Totschlags jetzt vor Gericht Stehende gab zu, am 12. Mai, den Tod von des 51-jährigen Hans-Josef K. verursacht zu haben. Des Weiteren hüllte er sich in Schweigen. Vor dem Kölner Landgericht erklärte sein Anwalt dazu: „Er trägt schwer an seiner Schuld und stellt sich dieser.“ Weitere ausführliche Aussagen sollen noch im Laufe der Verhandlung folgen, berichtet express.de. Was war damals geschehen?

Nachbar will um Hilfe schreiender Frau beistehen und wird brutal getötet

Ahmet D. hatte am 12. Mai in Köln/Frechen nach einem Streit mit seiner Ex-Freundin den zu Hilfe eilenden Nachbarn brutal zusammengeschlagen, sodass er seinen Verletzungen noch im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses in der Burgstraße erlag. Zuvor hörte das spätere Opfer, welches in der Wohnung darunter wohnte, die Hilfeschreie der Frau, eilte nach oben, um helfend oder schlichtend einzugreifen. Im Hausflur traf er auf den Täter, welcher durch unzählige Schläge sein Gesicht zertrümmerte und weiter auf sein Opfer einschlug, als es bereits am Boden lag. Der Helfer erstickte noch im Hausflur durch Verschlucken einer großen Menge Blut und Blockierung seiner Atemwege durch seine zertrümmerte Zahnprothese.

Verzweifelte Witwe als Rollstuhlfahrerin jetzt ohne Hilfe

Eine Polizistin als Zeugin vor Gericht dazu: „Am Tattag erteilten wir dem Mann einen Platzverweis. Eine Stunde später kam der Notruf mit dem verletzten Nachbarn im Hausflur.“ Besonders tragisch ist der Umstand, dass die Witwe des Opfers als Rollstuhlfahrerin auf die Hilfe ihres verstorbenen Ehemanns angewiesen war. Und ein Gerichtssprecher zum Tathergang: „Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass dem Mann letztlich seine Zivilcourage zum Verhängnis geworden ist.“

Der Prozess wird fortgesetzt.

Hier die Einzelfälle vom November 2017

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