Grün bedeutet Muslimmehrheit: Der Sandschak könnte zum neuen islamistischen Pulverfass auf dem Balkan werden.

Bild: Varjacic Vladimir / Wikimedia (PD)
Moslemische Bosniaken fordern Autonomie im serbischen Sandschak

Jetzt formieren sich auch in Serbien die Moslems, um eigene staatliche Strukturen aufzubauen. Nach dem Kosovo will jetzt auch im Sandschak, im Südwesten des Landes, eine moslemische Minderheit eigene Verwaltungsorgane einsetzen und sich eine parlamentarische Versammlung geben. Hinter der Initiative steht der Vorsitzende des Bosniakischen Nationalrates (BNV), Sulejman Ugljanin.

Der BNV-Vorsitzende teilte am 3. November mit, dass er den Abzug der serbischen Polizei, Armee, der Geheimdienste und Justizorgane fordere. Diese sollen durch „europäische Sicherheitskräfte und Justizorgane“ ersetzt werden. Der bosnisch-moslemische Aktivismus hofft offensichtlich auf Brüssel, um hier einen eigenen Moslem-Staat etablieren zu können.

Der IS ist in der Gegend sehr populär

Sulejman Ugljanin übte zwischen 2004 und 2008 das Amt des Bürgermeisters von Novi Pazar aus. Bereits damals war er Organisator und Propagandist für den bosnisch-moslemischen Aktivismus gegen Belgrad und die serbischen Behörden. Novi Pazar gilt als Zentrum des militanten Islamismus im Südwesten Serbiens. Genauso wie in Bosnien-Herzegowina haben sich auch in dieser Region islamistische Brückenkopfstrukturen gebildet, die sogar mit dem Islamischen Staat in Syrien und im Irak sympathisieren.

Aus der Region sollen in den vergangenen drei Jahren auch hunderte von IS-Kämpfern in den Einsatz nach Syrien geschickt worden sein. Diese Syrien-Kämpfer könnten nach ihrer Rückkehr auf dem Balkan und insbesondere in Serbien zu einer neuen Zelle des islamistischen Terrors in Europa werden.

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