Unter der Flagge des Insel-Staates Aruba könnte auch BAWAG-Geld verspekuliert uworden sein.

Foto: Bild: Aruba / Wikimedia (PD)
„Paradise Papers“: Gibt es neue Spuren im BAWAG-Skandal zu Spekulant Flöttl?

Durch das Bekanntwerden der sogenannten „Paradise Papers“ in der Öffentlichkeit könnten sich auch neue Spuren im sogenannten BAWAG-Skandal ergeben. Ein Recherche-Netzwerk hatte insgesamt 1,4 Terabyte Daten dieser „Paradise Papers“ aufgedeckt.

Verspekulierte Flöttl Gewerkschaftsgelder auf Aruba?

In diesem Zusammenhang sind auch Firmen des ehemaligen Investmentbankers Wolfgang Flöttl aufgetaucht, die ihren Sitz in den 1990er Jahren auf der Karibik-Insel Aruba hatten.

Die 25 Kilometer von der venezulanischen Küste entfernte Insel soll zwischen 1990 und 2000 Firmensitz von insgesamt sieben Flöttl-Firmen gewesen sein. In dieser Zeitspanne spekulierte Flöttl für seinen Vater und damaligen BAWAG-Generaldirektor Walter Flöttl sowie dessen Nachfolger Helmut Elsner mit Geldern der Gewerkschaftsbank. Der Verlust für die BAWAG betrug am Ende 1,5 Milliarden Euro, der ÖGB musste sein langjähriges Bankinstitut letzendlich an den US-Heuschrecken-Fonds Cerberus verkaufen, um nicht pleite zu gehen.

BAWAG: Elsner ging nie von Totalverlust des Geldes aus

Der verurteilte Ex-BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner geht bis heute davon aus, dass es nie zu einem Totalverlust des Geldes im Rahmen der Flöttl-Spekulationsgeschäfte gekommen sei. Im Zuge des Strafverfahrens rund um die BAWAG und bis heute wird von Elsner in den Raum gestellt, dass Gelder aus den umfangreichen BAWAG-Geschäften im internationalen Spekulations-Geldreigen einfach beiseite geschafft worden seien.

Während Flöttl aus dem BAWAG-Verfahren straffrei davon gekommen ist, muss Elsner bis heute die strafrechtlichen und finanziellen Konsequenzen tragen. Erst vor wenigen Monaten wurde seine Privatstiftung als Folge des BAWAG-Skandals in die Insolvenz geschickt.

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