Finanzdebakel bei der SPÖ - und die rot-grün regierte Stadt Wien schröpft Grabpächter

Um das Zwanzigfache haben sich die Grabpachtgebühren in den letzten 30 Jahren erhöht - für manch Mindestpensionisten nicht mehr leistbar. Foto: Peter Stadler / Wikimedia
Um das Zwanzigfache haben sich die Grabpachtgebühren in den letzten 30 Jahren erhöht - für manch Mindestpensionisten nicht mehr leistbar.
Foto: Peter Stadler / Wikimedia
13. November 2017 - 9:21

Die SPÖ beweist es wieder einmal eindrucksvoll. Wirtschaften ist nicht ihr Ding. Laut Kronen Zeitung soll der Schuldenstand der Partei auf 20 Millionen Euro explodiert sein. In nur sechs Jahren habe sich die Summe vervierfacht. Und auch die rot-grün regierte Stadt Wien zeigt, wie es nicht geht: Jahr für Jahr Rekordschulden. Mit der jüngsten Erhöhung der Fahrscheinpreise und unverschämten Grabgebühren sollen die Bürger das Finanzdesaster ausbaden.

Halbe Million Euro für Tal Silberstein

Im Jahr 2011 hatte die SPÖ unter Werner Faymann fünf Millionen Euro an Schulden, nachdem zuvor Alfred Gusenbauer die Finanzen auf pari gebracht hatte. Jetzt soll der Schuldenstand bereits 20 Millionen Euro ausmachen - und die Mitglieder, die pro Kopf und Jahr 72 Euro für Christian Kern & Co. aufwenden, fragen sich: "Wohin ist unser Geld geflossen?" Ein großer Teil davon, nämlich eine halbe Million, soll an den "Dirty-Campaigning"-Experten Tal Silberstein überwiesen worden sein.

Mehr als sechs Milliarden Euro Schulden

Aber nicht nur die eigene Partei kann die SPÖ nicht schuldenfrei führen. Unter dem Motto "ist der Ruf einmal ruiniert, regiert sich´s völlig ungeniert" fahren Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), seine Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) und seine Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) die Stadt Wien finanziell an die Wand. Im Vorjahr stieg der Schuldenstand auf mehr als sechs Milliarden Euro. Vor zehn Jahren waren es noch läppische 1,4 Milliarden.

Fahrpreis-Erhöhung trifft vor allem Senioren

Neben der - nennen wir es  "ungeschickten" - Finanzgebarung der handelnden Personen kamen freilich die hohen Sozialausgaben für illegale Einwanderer dazu. Nun will sich Rot-Grün von den Bürgern "holen, was ihnen zusteht", um das Zitat aus dem Kern-Wahlkampf zu verwenden. Jetzt werden einmal die Fahrscheine saftig verteuert. Außer die Jahreskarte für Einmalzahler wird praktisch alles deutlich teurer.

Besonders hart trifft die Preissteigerung die Senioren der Stadt. Einen Seniorenfahrschein erhält man künftig erst mit 63 Jahren, und für die monatlich bezahlte Jahreskarte muss dann wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden als bisher. Es trifft also einmal mehr jene Personengruppe, deren Pension in den meisten Fällen nicht höher ist als die Mindestsicherung für Asylwerber und die der SPÖ - zumindest in Wahlzeiten - immer besonders am Herzen liegt.

Grabgebühr auf das Zwanzigfache gestiegen

Fast schon pietätlos nun auch das Vorgehen der Friedhöfe Wien. Im ORF-Bürgeranwalt am Samstag gab es heftige Kritik der Volksanwaltschaft an der Stadt Wien wegen der drastischen Erhöhung der Grabgebühren. Ein Betroffener rechnete sich aus, dass die Grabgebühr in 30 Jahren auf das Zwanzigfache gestiegen sei. Das wäre eine Verteuerung um 1.965 Prozent. Im Vergleich: Der Verbraucherpreisindex stieg in dieser Zeit um 85 Prozent.

Es kam ein Mann zu Wort, der zu Beginn 20 Euro für die ersten zehn Jahre der Grabbenützung bezahlte, heute aber eine Vorschreibung von 420 Euro für die nächsten zehn Jahre bekam. Er ist, wie 300.000 andere Grabstellenpächter auf dem Zentralfriedhof auch, gezwungen, zu zahlen. Eine Alternative wäre, das Grab aufzulassen und die verstorbenen Angehörigen zu vergessen.

"Habe das Gefühl, nicht einmal ignoriert zu werden"

Der Mann erzählte, er habe Bürgermeister Michael Häupl mehrmals geschrieben - zuletzt sogar mittels Einschreibbrief - und auf seine prekäre finanzielle Lage als Mindestpensionist aufmerksam gemacht. Antwort gab es keine. Er habe das Gefühl, so der Mann, nicht einmal ignoriert worden zu sein.

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