Angesprochen auf seine Ankündigung, Deutschland zu verlassen, falls die AfD in den Bundestag einziehe, reagierte Til Schweiger anzüglich.

Bild: By gdcgraphics / Wikimedia CC BY 2.0
Anzügliches Posting: Gekränkte Frau zerrt Schauspieler Til Schweiger vor Gericht

Til Schweiger kehrt Deutschland trotz AfD-Erfolgs und anders lautender Ankündigung seinerseits offenbar doch nicht den Rücken. Wer nun nachfragt, wie der plötzliche Sinneswandel zustande kommt, darf sich über niveaulose Anzüglichkeiten des Schauspielers wundern.

Deutschland trotz AfD-Erfolgs nicht verlassen

Eine Frau aus dem Saarland hatte Schweiger nämlich gefragt, ob er Deutschland nun verlassen werde – denn er habe ja vor der Wahl angekündigt, dieses bei einem Einzug der AfD in den Bundestag tun zu wollen. Til Schweiger reagierte ziemlich genervt und anwortete auf Facebook:

hey schnuffi…! date!? nur wir beide!?“

Über die unpassende Anzüglichkeit sieht die betroffene Frau hinweg. Doch dass Til Schweiger ihre persönliche Nachricht an ihn samt dessen Antwort öffentlich machte, passte der Dame nicht. Sie sieht sich in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt und klagte.

Freitag steht die Verhandlung an. Ein Erscheinen beider Kontrahenten sei Pflicht, sagte ein Sprecher des Gerichts gegenüber Spiegel Online.

Kritiker der Asylpolitik als „empathieloses Pack“ beschimpft

Der Schauspieler Til Schweiger fällt mit niveaulosen Aussagen nicht das erste Mal auf. Kritiker der Masseneinwanderung unter dem Deckmantel des Asyls wurden von ihm als „empathieloses Pack“ beschimpft. Beim Thema „Flüchtlinge“ gingen ihm auch in der Fernsehsendung „Menschen bei Maischberger“ die Nerven durch: „Sie gehen mir auf den Sack, echt“, sagte er dem CSU-Politiker Andreas Scheuer vor laufender Kamera ins Gesicht.

Falsches Versprechen, ein Flüchtlingsheim zu bauen

Mit seiner Ankündigung, Deutschland zu verlassen, sollte die AfD in den Bundestag einziehen, lehnte sich Schweiger wohl zu weit aus dem Fenster. Auch nicht zum ersten Mal, denn gegenüber Focus musste er im November 2015 zugeben, dass seine Ankündigung, ein Flüchtlingsheim zu bauen, ein falsches Versprechen war. Er habe die Worte „unglücklich formuliert“ meinte er.

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