Am Landgericht Dessau wird gegen einen 15-jährigen Pakistani verhandelt, der seine Adoptivmutter erschlagen haben soll.

Foto: Bild: M_H.DE / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
#Einzelfall: 15-jähriger Pakistani vor Gericht – Wegen Handyverbot Adoptivmutter erschlagen

Wie mdr.de berichtet, findet seit Donnerstag, 16. November, am Landgericht Dessau der Strafprozess gegen einen 15-jährigen Pakistani statt, der genau vor einem Jahr in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) seine Adoptivmutter erschlagen hat.

Die 58-Jährige war mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in ihrer Wohnung gefunden worden. Trotz intensivmedizinischer Behandlung starb sie im Krankenhaus. Die Adoptivmutter soll ihm ein Telefonverbot erteilt haben. Laut Anklage drehte der Jugendliche daraufhin durch und schlug dem Mordopfer mehrfach mit einem massiven Nageleisen auf den Kopf.

Täter hat nicht viel zu befürchten

Nachdem der Totschläger zum Tatzeitpunkt angeblich erst 14 Jahre alt war, droht ihm höchstens eine Jugendstrafe. Abgeschoben werden derartige „Jugendliche“ ohnehin nicht. Auch da hat er nichts zu befürchten, er ist bereits deutscher Staatsbürger. Die Verhandlung findet „zum Schutz des Jugendlichen“ hinter verschlossenen Türen statt.

Das zuständige Amtsgericht ordnete letztes Jahr gleich nach der Tat die Unterbringung in einer Spezialeinrichtung an, in welcher er sich bis heute befindet. Somit musste er nicht in Untersuchungshaft.

Hier die Einzelfälle vom November 2017

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