Abkommen garantiert: Casino-Gewinne in den USA für Europäer steuerfrei

Amerikaner müssen bei Casino-Gewinnen (Bild: Las Vegas) 30 Prozent Steuern abführen - Europäer hingegen nicht. Foto:  Angel / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
Amerikaner müssen bei Casino-Gewinnen (Bild: Las Vegas) 30 Prozent Steuern abführen - Europäer hingegen nicht.
Foto: Angel / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
17. November 2017 - 11:46

Wenn es um Glücksspiel in Casinos geht, gibt es kaum einen besseren Ort auf der Welt als Las Vegas. Auf dem Las Vegas Strip befinden sich einige der glamourösesten Casinos der Welt, zu denen Menschen aus allen Ländern reisen, um ihr Glück an den Spielen zu versuchen und in Sin City groß abzuräumen. Vegas ist natürlich auch ein regelmäßiges Ziel vieler Amerikaner, deren Gewinne versteuert werden. Doch wie sieht die Situation für Europäer aus, die nach Vegas reisen und groß gewinnen? 

Casinos versuchen, Steuern einzubehalten

Nun ja, es gab mehrere Fälle, in denen Casinos sich geweigert hatten, Gewinnern aus Deutschland ihre Steuer zu erstatten. Dazu besteht aber kein Grund, da diese Personen keine Steuern auf ihre Gewinne zahlen müssen. Zwischen den USA und Deutschland gibt es ein Abkommen, das als Doppelbesteuerungs-Abkommen bekannt ist. Das bedeutet ganz einfach, dass keine Steuer bezahlt werden muss, so lange bestimmte Prozeduren befolgt werden. Zum Zeitpunkt des Gewinns sollte dem Casino die Nationalität des Spielers mitgeteilt und durch die korrekte Identifizierung wie zum Beispiel Reisepass oder Führerschein verifiziert werden. Sobald die korrekten Formulare ausgefüllt sind, stehen dem Spieler die vollen Gewinne zu.

Abkommen mit den meisten europäischen Ländern

Es könnte passieren, dass einige weniger bekannte Casinos ihren Spielern mitteilen, dass diese Steuern auf ihre Gewinne zahlen müssen, aber in Wirklichkeit hat die USA Steuerabkommen mit vielen europäischen Ländern. Österreich, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Holland, Russland, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und das vereinigte Königreich sind nur ein Teil der Länder, in denen ein Abkommen besteht, das besagt, dass Spieler keine Steuern auf ihre Gewinne zahlen müssen solange die korrekten Prozeduren befolgt werden.

Gewinner muss Identität nachweisen können

Wenn allerdings kein Steuerabkommen besteht, dann werden 30 Prozent der Gewinne der Spieler in einem Casino in Las Vegas einbehalten. Daher ist es wichtig, dass der Spieler sich im Vorfeld ausgiebig informiert. Genauso wichtig ist, dass er zu jeder Zeit eine Form der Identifikation wie einen Reisepass dabei hat, damit er im Fall eines großen Gewinns seine Herkunft beweisen kann. Wenn Steuern unrechtgemäß einbehalten werden, können sie immer noch zurückgefordert werden, das Geld ist also nicht für immer verloren. Es kann aber ein bisschen dauern, bis der Spieler das Geld zurückbekommt, selbst wenn Spieler aus Europa eigentlich keine Steuern auf ihre Gewinne zahlen müssen.

Regelung gilt für jede Art des Gewinns, nicht nur in Las Vegas

Wenn es daher um Glücksspiel in den USA geht, sei es Spielautomaten in der online Welt, in Vegas oder sogar auf einer Rennbahn zu spielen, kann ein großer Gewinn enorm profitabel sein; jedenfalls solange man nicht selbst aus den USA kommt.  Dann stehen einem nämlich die vollen Gewinne zu und man verliert nicht 30 Prozent davon an die Steuern. Schließlich ist ein Abzug von 30 Prozent auf einen Gewinn ein erheblicher Anteil des Gesamtbetrages. Wenn man also sicherstellt, wie die Steuerlage des eigenen Landes aussieht und immer den nötigen Identitätsnachweis dabei hat, kann man sich möglicherweise tausende von Dollar sparen.  

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