Auch an einem Vorarlberger Gymnasium soll der Versuch mit einer „Flüchtlingsklasse“ ein völliger Flop gewesen sein.

Foto: Bild: Martin Kraft / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Nach Bericht über BORG Ried: Weitere Chaos-Meldungen über Zustände in „Flüchtlingsklassen“

Nachdem unzensuriert.at vor wenigen Tagen einen Artikel über die haarsträubenden Zustände am Bundes-Oberstufenrealgymnasium (BORG) Ried im Innkreis in Oberösterreich veröffentlicht hatte, wandten sich auch andere Betroffene an unsere Redaktion. Unter anderem ein Lehrer, der an einem Vorarlberger Gymnasium unterrichtet und von ähnlich chaotischen Zuständen im Zuge einer „Übergangsklasse“ mit Flüchtlings- bzw. Migranten-Kindern berichtet.

Große Panik nach „unseriöser Berichterstattung“

Wie wir von einigen Schülern des Rieder Gymnasiums in Erfahrung bringen konnten, wurde das Publikmachen der Lehrlingsklassen an einem BORG von der betroffenen Lehrerschaft ganz und gar nicht positiv aufgenommen. Sogar Stunden entfielen, weil sich das Kollegium zur Berichterstattung und der weiteren Vorgehensweise beraten musste. Obwohl die Lehrer in ihren Klassen betonten, wie wenig ernstzunehmend wir als Medium seien, dürften wir große Panik mit unserer Berichterstattung ausgelöst haben.

„Null Haltung, null Wille, null Disziplin“

Sogar so große, dass sich nun weitere Schulen – mit der Bitte um Anonymität – an unsere Redaktion wandten. Eine davon ist ein renommiertes Gymnasium in Vorarlberg, das im Schuljahr 2016/17 bereits eine sogenannte „Flüchtlingsklasse“ einrichtete. Das Ergebnis laut einem dort unterrichtendem Lehrer (im Original-Zitat):

KA-TAS-TRO-FAL. Null Bock, null Haltung, null Wille, null Durchhaltevermögen, null Disziplin.

Eine Anfrage an die betroffene Schule, in der wir wissen wollten, wie man den Erfolg des Projekts einschätze, blieb bis dato unbeantwortet. Erfahren konnten wir allerdings, dass es im aktuellen Schuljahr 2017/18 keine Wiederholung dieser Einwandererklasse mehr gibt.

Wogen glätten in etablierten Medien

Wie diese überhaupt zustandekommen konnte, informieren die Oberösterreichischen Nachrichten, wohin sich die Direktion des BORG Ried nach unserem Bericht anscheinend wandte. Darin versucht die verantwortliche Rosemarie Meingaßner, zu rechtfertigen, dass die zusätzlichen Unterrichtseinheiten der Lehrer über ein eigenes Budget bezahlt würden und die Lehrkräfte sich dafür freiwillig melden konnten. Vergessen wurde dabei offensichtlich der Umstand, dass auch dies durch das Steuergeld der Mütter und Väter, die ihre Kinder auf das BORG Ried schicken, bezahlt wird.

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