In der Stadt Innsbruck sind die Genossen der SPÖ mit einem Richtungsstreit beschäftigt.

Bild: Matthias Wagner / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Innsbruck: Sozialdemokraten üben vor Gemeinderatswahl Selbstzerfleischung

Keine guten Vorzeichen für die am 18. April 2018 in Innsbruck stattfindenden Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen hat der Bezirksparteitag der Stadt-SPÖ gebracht. Sowohl die Quereinsteigerin und Spitzenkandidatin Irene Heisz als auch SPÖ-Bezirksparteiobmann Helmut Buchacher erhielten jeweils nur 66 Prozent Zustimmung als Führungs-Duo auf der Gemeinderatsliste. Und als Stadtparteiobmann wurde Buchacher mit 75 Prozent ebenfalls deutlich abgestraft.

Langjährige Parteimitglieder und ehemalige Kommunalpolitiker der Innsbrucker SPÖ übten heftige Kritik am Führungsstil, der Kandidatensuche und den Inhalten der gebeutelten Stadtpartei.

Innsbruck: Einst mächtige SPÖ geht in Richtung Splittergruppe

Die unter dem legendären SPÖ-Vizebürgermeister Ferdinand Obenfeldner (1962-1985) in den 60er, 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts machtbewussten Stadt-Sozialdemokraten sind weiterhin in Richtung Splittergruppe unterwegs. Die historisch neben ihrer Hausmacht bei den Beamten und Arbeitern auch in bürgerlichen Kreisen gut verankerte SPÖ ist über die Jahre zu einer linken Kleinfraktion geworden, die keinen Draht mehr zur Bevölkerung hat, sondern nur noch mit eigenen Richtungskämpfen beschäftig ist.

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