Rund 200 Millionen Christen weltweit sind bedroht: Der Fackelzug gegen Christenverfolgung soll ein Zeichen dagegen setzen.

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Auch heuer wieder Fackelzug gegen Christenverfolgung am 12. Dezember in Wien

Auch heuer findet am 12. Dezember, einem Dienstag, der bereits traditionelle Fackelzug gegen die weltweite Christenverfolgung statt. Treff- und Ausgangspunkt der Demonstration wird um 17 Uhr bei der Staatsoper in Wien sein, abschließend findet ein Wortgottesdienst im Stephansdom statt.

Christenverfolgung in mehr als 50 Ländern weltweit

Der Fackelzug wird von mehr als 20 christlichen Menschenrechts-Organisationen unterstützt und wurde von diesen auch ins Leben gerufen. Dabei stehen volle Religionsfreiheit von Christen in Europa, deren Gleichstellung im öffentlichen Leben, Meinungs- und Gewissensfreiheit sowie die Thematisierung von Verfolgung, Ermordung und Diskriminierung von Christen in mehr als 50 Ländern weltweit im Fokus dieser Veranstaltung.

In Zahlen gesprochen handelt es sich dabei um rund 200 Millionen Christen auf der ganzen Welt, die unter derartigen Bedrohungen leben müssen – die größte Christenverfolgung in der 2017-jährigen Geschichte des Christentums findet somit erst jetzt, im 21. Jahrhundert, statt und nicht im Mittelalter.

Lage der Christen in Nahost und Afrika verschlechtert

Vor allem in Staaten des Nahen Ostens und Afrikas, teils mit islamischer Prägung wie Somalia, Sudan oder im Norden Nigerias, Afghanistan, Pakistan oder Nordkorea, wird seit vielen Jahren ein gezielter Terror gegen Christen ausgeübt. Abgesehen vom noch immer herrschenden Terror des Islamischen Staates (IS) gegen unschuldige christliche Frauen, Kinder und Männer, wird das Menschenrecht auf Religionsfreiheit in mehr als 50 Ländern weltweit ignoriert und mit Füßen getreten.

Immer noch werden zehntausende Menschen weltweit aufgrund ihres christlichen Glaubens vertrieben, gefangengenommen oder getötet sowie christliche Kirchen dem Erdboden gleich gemacht und niedergebrannt.

Christenverfolgung auch in Europa

Das erschreckende Phänomen der Christenverfolgung macht leider auch vor Europa nicht halt. Drastische Beispiele dafür sind wohl die islamisch motivierten Terroranschläge der jüngsten Zeit. Dabei allen voran der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt als Symbol christlicher Vorfreude auf das Weihnachtsfest am 19. Dezember letzten Jahres.

Auch der radikal-islamische Anschlag auf eine französische Kirche am 26. Juli 2016, bei dem ein Priester geköpft und zwei Ordensschwestern schwer verletzt wurden, gilt als Beispiel zunehmender Gefahr für Christen in Europa.

Fackelzug als wichtiges Signal

Bereits vor rund drei Jahren „visionierte“ Francis Eugene Kardinal George, Erzbischof von Chicago, „er werde noch in seinem Bett sterben, sein Nachfolger allerdings im Gefängnis und dessen Nachfolger auf einem öffentlichen Platz“. Auch dies zeigt anschaulich, welche Entwicklung die Christenverfolgung nimmt.

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Umso wichtiger ist es, diese Entwicklung aufzuzeigen und aktiv dagegen einzutreten, wozu der Fackelzug am 12. Dezember Gelegenheit bietet. Wie von den Veranstaltern gefordert wird, soll dieses unser Europa ein freies Europa bleiben, in dem alle Religionen in Frieden leben können.

„Wach auf du Schläfer und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.“ (Epheser 5;14b)

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