Jean-Claude Juncker bereiten die Sklavenmärkte in Libyen schlaflose Nächte.

Foto: Bild: Euranet_plus - Big Crunch Presidential Debate / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Juncker schlaflos wegen Libyen: „Legale Wege nach Europa öffnen“

Schon seit Wochen wird immer wieder versucht, mit der Situation in Libyen Werbung für weitere, illegale Massenmigration zu machen. Erst war es der Jordanier Prinz Zaid Raad Al-Hussein, seines Zeichens UN-Hochkommissar für Menschenrechte, der die Migrationspolitik der EU, genauer gesagt die Schließung der Fluchtrouten, stark kritisierte. Dann folgten UN-Generalsekretär Antonio Guterres und EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopulous, die ebenfalls beide in das Horn der grenzenlosen Toleranz stießen und „Europas Verantwortung“ einmahnten. Nun stimmt also auch EU Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in diesen Chor mit ein; er will „legale Wege nach Europa öffnen„, weil er bei dem Gedanken an das, was in Libyen passiert, „nicht mehr ruhig schlafen“ kann.

Junckers Trugschluss

Diese Aussage Junckers nötigt Verwunderung ab. Dass in vielen EU-Staaten dank illegaler Massenmigration mittlerweile hochkriminelle Zustände herrschen, dass islamische Parallelgesellschaften teilweise schon die Scharia in Europa eingeführt haben, dass Frauen massenhaft auf Europas Straßen gejagt und vergewaltigt werden, dass Volksfeste und Weihnachtsmärkte, wenn sie denn überhaupt noch stattfinden, nur noch hinter Betonsperren und unter dem Schutz von Hundertschaften bewaffneter Anti-Terror-Einheiten veranstaltet werden können, dass einheimische Kinder längst schon eine Minderheit an „unseren“ Schulen sind und von ihren moslemischen Mitschülern schikaniert und drangsaliert werden – all das störte Junckers seligen Schlummer nicht. Doch die Sklavenmärkte in Libyen, ausgerechnet die rauben ihm den Schlaf! Fast scheint es, da hätte jemand ein Problem damit, seinen Zuständigkeitsbereich zu identifizieren.

Sklaverei: Made in Afrika

Natürlich herrschen in Libyen schreckliche Zustände; das ist in erster Linie dem Umstand zu verdanken, dass die US-geführte Koalition das Land mit einem Bombenhagel zu Klump schoss, um Gaddafi zu stürzen. Dieser hatte Libyen zuvor über 40 Jahre lang zwar auf exzentrische Art regiert, dabei jedoch immerhin auch in eines der blühendsten Länder Afrikas verwandelt. Und – unter Gadaffi verließ kein einziges Boot die libysche Küste in Richtung Europa! Dass sich in dem von ihm hinterlassenen Machtvakuum die traditionellen Clanstrukturen mit ihren Warlords wieder durchsetzen, war abzusehen; und diese haben seit jeher als Drehscheibe des Sklavenhandels zwischen Schwarzafrika und der arabischen Welt fungiert. Denn immer schon waren es Schwarze, die andere Schwarze gegen Waffen und Güter an Araber in die Sklaverei verkauften (die Europäer kamen da erst viel später mit ins Geschäft); jetzt wurde also, dank Intervention des „guten“ Westens, im 21. Jahrhundert der Boden für diese alte Tradition wieder aufbereitet.

Europa brennt, retten wir Libyen!

Man könnte jetzt noch lange ins Detail gehen und weiter Fakten aufzählen, die praktische alle Aussagen Junckers in oben verlinktem Interview ad absurdum führen. Juncker irrt sich auf so vielen Ebenen, dass man ein ganzes Buch damit füllen könnte und nicht wenige sind längst der Überzeugung, dass hinter all diesen EU-Grotesken eine tiefere, sinistre Absicht steckt – als Dummheit getarnte Boshaftigkeit. Angesichts solcher Realitätsverweigerung der obersten Zirkel scheint es geradezu lächerlich, dass sich die Feuilletonisten in den Schwundmedien seitenlang mit der Frage quälen, weshalb denn die EU beim gemeinen Volk so gar nicht gut ankommt. Juncker mit seinen Weltrettungsplänen, während das „Haus Europa“ unter seinem Hintern zusammenkracht, wird wohl als Fanal des Versagens der EU in die Geschichte eingehen.

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