Der britische Verteidigungsminister will sein Land vor Terroristen bewahren und erntet dafür Kritik.

Foto: Bild: Jim Mattis / Wikimedia (CC BY 2.0)
Britischer Verteidigungsminister will mit britischen IS-Kämpfern kurzen Prozess machen

Für Aufsehen sorgt der neue britische Verteidigungsminister, Gavin Williamson. Er will britische Dschihadisten eliminieren, ehe sie wieder nach Großbritannien zurückkommen und dort Schaden anrichten können.

IS-Kämpfer jagen und töten

Wie die Zeitung Daily Mail berichtet, will Williamson mit allen Mitteln verhindern, dass britische IS-Kämpfer wieder auf die Insel einreisen können. „Briten, die für die Terrorgruppierung gekämpft haben, sollte niemals gestattet werden, wieder in das Land zurückzukehren“, zitiert ihn die Tageszeitung. Jene, die beabsichtigen, Zerstörung, Tod und Blutvergießen in den Straßen des Königreiches anzurichten, sollen gejagt und eliminiert werden. Denn ein toter Terrorist könne in Großbritannien keinen Schaden anrichten.

Terroristen legitimes Ziel

Kritik erntet Williamson für seine Aussagen von liberaler Seite. Man könne doch nicht einfach sagen, dass jeder, der in den Irak gegangen sei, jetzt gejagt und getötet werden müsse, kritisiert ihn der ehemalige Leiter der Staatsanwaltschaft, Lord MacDonald. Der Liberaldemokrat Lord Menzies Campbell qualifiziert den Kommentar des Verteidigungsministers gar als „unüberlegt“ und als „Befürwortung des Bruches von  Menschenrechten“ ab.

Rückendeckung erhält Williamson indes aus dem Büro von Premierministerin Theresa May. Ihr Sprecher bekräftigt, dass es Regierungslinie sei, dass sich alle zu legitimen Zielen gemacht hätten, die in den Irak und nach Syrien gereist seien, um mit den Feinden Großbritanniens zu kämpfen.

Hunderte britische Terrorkämpfer

Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 800 britische Staatsbürger in den Irak und nach Syrien gereist waren, um sich dort dem IS anzuschließen und für die Terrormiliz zu kämpfen. Darin beinhaltet sind auch Jugendliche, Frauen und Familien. 270 von ihnen sollen sich in diesen beiden Staaten noch aufhalten.

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