Während die Hinterbliebenen der „NSU-Morde“ großzügig entschädigt wurden, gehen die Verwandten des Berliner Terroranschlages leer aus.

Bild: Andreas Trojak / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Mutter des von Anis Amri ermordeten polnischen Lkw-Fahrers geht mit Merkel hart ins Gericht

Aus Anlass des heutigen ersten Jahrestages des Terror-Anschlages am Berliner Weihnachtsmarkt, welcher zwölf Todesopfer forderte, lohnt es sich auf den unterschiedlichen Umgang der Kanzlerin mir den Hinterbliebenen der Opfer einen Blick zu werfen.

Je nach Herkunft der Täter sind Terror-Opfer nicht gleich viel wert

Mittlerweile wissen wir, dass Trauerkundgebungen recht bescheiden ausfallen, wenn die Täter Ausländer und unter die Kategorie „Schutzsuchender“ fallen, ganz im Gegensatz dazu, wenn die Opfer Einheimische sind. Anders verhält es sich im umgekehrten Fall. Wir erinnern uns: Den Opfern der sogenannten „NSU“ wurde mit einem Staatsakt von Angela Merkel (CDU) abwärts mit hunderten Personen und mit allen möglichen Ritualen samt zwölf brennenden Kerzen medienwirksam gedacht. Und einer Schweigeminute im ganzen Land. Merkel hielt eine Trauerrede, in welcher sie sich bei den Hinterbliebenen der Opfer sogar entschuldigte. Und irgendwie sickerte demnach durch, dass quasi unsere Gesellschaft mitschuldig ist, denn die „Morde der Thüringer Terrorzelle seien eine Schande für unser Land“. Und das, obwohl man gar nicht weiß, wer überhaupt aller in diesen Kriminalfall involviert war. Stichwort: Sperre der Akte für 120 (!) Jahre.

Familienangehörige des Mordopfers beklagen mangelnde Anteilnahme

Ganz anders die Reaktionen auf den Berliner-Terroranschlag, des sogar unter genauer Beobachtung gestanden radikalislamischen Massenmörders Anis Amri. Da gab es keine herzzerreißende „Mea-Culpa-Prosa“ der politischen Eliten. Man setzte sogar alles daran, die Bilder der Opfer der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Es wurde nicht einmal als nötig empfunden, den Hinterbliebenen persönlich zu kondolieren. Und genau das ist es, was der Mutter des von Amri ermordeten polnischen Lkw-Fahrers Lukasz Urban aufstößt.

Seine Hinterbliebenen aus der Nähe der polnischen Grenzstadt Gryfino fühlen sich von der deutschen Regierung im Stich gelassen. Niemand habe sich bei ihnen gemeldet – nicht einmal zu kondolieren hielt man für nötig. Und da verwundert es wenig, wenn die Mutter des Opfers in einem Gespräch mit der Deutschen Welle in Richtung der Bundeskanzlerin den Vorwurf erhebt

Ich möchte Frau Merkel sagen, dass sie das Blut meines Sohnes an ihren Händen hat.

Weder Behörden noch Merkel entschuldigten sich

Und da liegt die bedauernswerte Dame keineswegs daneben. Denn ohne die verantwortungslose Migrationspolitik, in Kombination mit Duldung von Gefährdern und Schwerstkriminellen wie Amri, würde ihr Sohn wohl noch am Leben sein. Auch der Vater Henryk Urban meldete sich zu Wort. Er nannte die deutschen Behörden „respektlos“, denn niemand habe sich entschuldigt.

Anstand und Mitgefühl zeigte hingegen der Polnische Präsident Andrzej Duda, der dem Begräbnis des Opfers beiwohnte und vor dem Sarg des ermordeten Lkw-Fahrers Lukasz kniete. Im Gegensatz dazu konnte man Merkel am Montag bei einem Besuch des Tatortes bestens gelaunt als Model für Selfies bewundern. Und während die Hinterbliebenen der „NSU-Morde“ großzügig entschädigt wurden, gehen die Verwandten der Berliner Bluttat leer aus. Der Anschlag erfolgte nämlich mit einem Lkw und deshalb gibt es laut Gesetz keine Entschädigung. Das mag zwar absurd klingen, rundet aber das Bild ab. 

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