In Wien dürfen auf Anrainerparkplätzen künftig auch Unternehmer stehen.

Bild: Gugerell / Wikimedia (CC0 1.0)
Anrainerparkplatz-Öffnung für Unternehmer: Vassilakou übernimmt freiheitliche Forderung

Also doch: Die Wiener Vizerbürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) rang sich zur Öffnung der Anrainerparkplätze untertags für Unternehmer durch.

SPÖ lehnte FPÖ-Antrag ursprünglich ab

Bereits im Dezember 2015 hatte die FPÖ einen Antrag auf Öffnung der Anrainerparkplätze für Unternehmer von 7.00-17.00 Uhr eingebracht, um Handwerkern und Zulieferern ihre Arbeit zu vereinfachen. Damals wurde der Antrag von der Stadtregierung abgelehnt.

Besonders skurril ist, dass damals auch die SPÖ gegen den Antrag gestimmt hat, vor kurzem aber der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien einen ähnlichen Antrag wie die FPÖ im Wirtschaftsparlament einbrachte. 

Vassilakou wollte Öffnung für alle

Ursprünglich wollte Maria Vassilakou die Anrainerparkplätze untertags für alle öffnen, hierbei regte sich jedoch Widerstand bei den Verantwortlichen Bezirkspolitikern. Einige der Bezirkspolitiker kündigten auch gegen den Kompromiss Widerstand an.

Freude bei Freiheitlicher Wirtschaft

Hocherfreut über die neue Regelung zeigt sich hingegen der Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien, Karl Baron „Ich war überrascht, dass genau jener Herr, der im Gemeinderat mit seiner SPÖ-Fraktion noch gegen unseren Antrag gestimmt hat, als Wirtschaftsorganisation der SPÖ einen ähnlichen Antrag im Wirtschaftsparlament einbrachte. Im Endeffekt bin ich jedoch mehr als glücklich, dass sich jetzt endlich auch die Wiener Stadtregierung dazu durchgerungen hat, unsere Forderung umzusetzen,“ so Baron.

Einen Seitenhieb auf Vassilakou konnte sich Baron jedoch nicht verkneifen: „Ein Kompromiss, der jedem hilft. Eine Öffnung für alle wäre hingegen völlig sinnbefreit, da Handwerker dann erst recht wieder keinen Parkplatz finden würden. In diesem Sinne: Auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn. Liebe Frau Vassilakou, vielleicht sollten Sie öfter freiheitliche Forderungen zum Wohle der Bevölkerung übernehmen.“

 

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