Durch die Verhaftung eines „Gefährders“ konnte ein Anschlag auf Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz verhindert werden.

Bild: wikipedia/commons
#Einzelfall: „Deutscher“ Islamist vor geplantem Terroranschlag aus dem Verkehr gezogen

Die Bundesanwaltschaft hat am 20. Dezember aufgrund eines Haftbefehls den 29-jährigen deutschen Staatsangehörigen Dasbar W. in Karlsruhe durch Spezialkräfte der baden-württembergischen Polizei festnehmen lassen. Zudem wurde die Wohnung des Beschuldigten durchsucht. Dieser ist dringend verdächtig, in mehreren Fällen den „Islamischen Staat“ (IS) unterstützt und sich sodann als ihr Mitglied beteiligt zu haben. Darüber hinaus ist er der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat  dringend verdächtig. In dem Haftbefehl wird dem Beschuldigten im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt:

Deutscher“ Islamist verbreitet IS-Propagandamaterial – gibt „wertvolle“ Tipps

> Im Jahre 2015 unterstützte Dasbar W. hauptsächlich von Deutschland aus den sogenannten Islamischen Staat. Er erstellte Propaganda-Videos und verbreitete diese auf mehreren Internetplattformen. Zudem übermittelte er an die Teilnehmer einer Chatgruppe Propagandamaterial des „IS“, um diese im Sinne der Ideologie der Terrororganisation zu motivieren. Ihnen vermittelte er auch Kenntnisse zur Verschleierung von IP-Adressen sowie zur Handhabung von sogenannten Messenger-Diensten.

> Im Juni 2015 verließ Dasbar W. Deutschland in Richtung Irak. Im März 2016 kehrte er zurück und reiste im Juli 2016 erneut in den Irak aus. Dort wurde er an Schusswaffen ausgebildet und spionierte für die Vereinigung in der irakischen Stadt Erbil mögliche Anschlagsziele aus.

Anschlag auf Stände rund um Eisfläche am Karlsruher Schlossplatz geplant   

> Ab Juli 2017 hielt sich der „Deutsche“ wieder in Deutschland auf. Nach den bisherigen Erkenntnissen hat er erwogen, unter anderem mit einem Kraftfahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen. Dazu kundschaftete er ab Ende August 2017 die Örtlichkeiten rund um das Karlsruher Schloss aus, und seit September 2017 bewarb er sich, allerdings vergeblich,  bei verschiedenen Paketdiensten um eine Anstellung als Fahrer.

Der Beschuldigte wird am 21. Dezember dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt.

Hier alle Einzelfälle vom Dezember 2017.

 

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