Medien blamierten sich mit „Nazi-Foto“ um FPÖ-Politikerin Anneliese Kitzmüller | Unzensuriert.at

Medien blamierten sich mit „Nazi-Foto“ um FPÖ-Politikerin Anneliese Kitzmüller

Ein linksextremer Twitter-Account mutmaßt, dass sich die Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller mit Gottfried Küssel getroffen hätte, was allerdings "Fake News" sind. Foto: screenshot twitter/ rechtsdrall
Ein linksextremer Twitter-Account mutmaßt, dass sich die Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller mit Gottfried Küssel getroffen hätte, was allerdings "Fake News" sind.
Foto: screenshot twitter/ rechtsdrall
22. Dezember 2017 - 20:08

Ein angeblicher Riesenskandal, der sich als peinliche "Fake News" offenbart hat: Die vor wenigen Tagen zur Dritten Nationalratspräsidentin gewählte FPÖ-Politikerin Anneliese Kitzmüller soll im Jahr 2006 den nach dem Verbotsgesetz verurteilten Gottfried Küssel bei einem internationalen Neonazi-Treffen besucht haben. Als „Beweis“ werden Aufnahmen veröffentlicht, die sich über eine linksextreme Organisation via Twitter verbreitet und ungeprüft von Medien wie dem Standard übernommen wurden.

Auch SPÖ und Liste Pilz gingen Falschmeldung auf den Leim

Sogar die SPÖ entblödete sich dazu, einen Pressedienst zu schreiben, in dem Kitzmüller eine Unvereinbarkeit mit demokratischen Werten vorgeworfen wird. Sogar die Liste Pilz schoss mit einer Aussendung nach, obwohl die Faktenlage sich schon längst geklärte hatte. Denn die Farce daran: Kitzmüller ist nicht die Person, die auf dem Foto gezeigt wird, sie hat vor, wie sie unzensuriert mitteilte, rechtliche Schritte zu prüfen und auch zu setzen.

Ursprünglicher Standard-Artikel ohne Verfasser

Die Reißleine zog sogleich die Falter-Journalistin Nina Horaczek, die ihren Tweet löschte, nachdem sie aufgrund ihrer Anfrage mitgeteilt bekam, dass sie einer Falschmeldung auf dem Leim gegangen war. Im Standard-Artikel, der mittlerweile gelöscht wurde, schien namentlich kein Verfasser auf. Dies ist insofern skurril, zumal laufend kritisiert wird, dass sich Mitarbeiter von unzensuriert nie namentlich mitteilen.

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