Sind die IS-Terroristen geschlagen, oder sammeln sie nur Kräfte für neue Großangriffe?

Bild: VOA / Wikimedia (PD)
Irak: IS-Milizen führen blutigen Guerillakrieg gegen Militär und Polizeikräfte

Der in westlichen Medien immer wieder dargestellte absolute Sieg der Regierungstruppen im Irak gegen den Islamischen Staat (IS) stellt sich als Falschmeldung heraus. Im Gegenteil, die IS-Milizen haben nur ihren militärischen Aggregatszustand verändert und kämpfen jetzt als „Schläferzellen“ aus dem Hinterhalt einen islamistischen Guerilla-Krieg gegen die unter dem Oberbefehl aus Bagdad stehenden Verbände.

Aktueller Fall ist ein Angriff von IS-Zellen im Süden und Westen von Kirkuk, wo insgesamt 40 Personen infolge der Kampfhandlungen zu Tode kamen. Kürzlich wurde auch ein hochrangiger Polizeioffizier in einen Hinterhalt gelockt und gemeinsam mit seinem Sohn und fünf Begleitern getötet.

Irak-Premier Haider al-Abadi hält an Sieg gegen IS fest

Demgegenüber erklärt der Premierminister des Irak nahezu gebetsmühlenartig seinen Sieg gegen den IS. Bei den aktuellen Kämpfen würde es sich um „Einzelfälle“ handeln, in Wahrheit seien die IS-Verbände militärisch im Irak geschlagen. Dass sich die IS-Milizen aktuell auf ihre Ausgangsstrategie von vor ein paar Jahren zurückgezogen haben und Kräfte für eine neue Großoffensive sammeln, passt nicht in das Weltbild des Regimes in Bagdad.

 

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