Die Massenmigration nach Europa wird jetzt von der katholischen Laienorganisation Sant Egidio organisiert – aber auch Protestanten machen mit.

Foto: Bild: Irish Defence Forces / Wikimedia (CC BY 2.0)
Ökumene bei der Massenmigration: Kirchen-nahe Lobby organisiert „humanitäre Korridore“

Kurz vor Weihnachten sorgte die Organisation sogenannter „humanitärer Korridore“ für afrikanische Wirtschaftsflüchtlinge aus Libyen nach Italien für mediales Aufsehen. Hinter dieser Kampagne, die tausenden Asylanten einfach einen risikolosen Gratistransfer auf den europäischen Kontinent garantieren soll, steht die katholische Laienorganisation Sant Egidio. Die Asyl-Lobbyisten von Sant Egidio loben diese Aktion als „europäisches Modell“ und wollen damit Monat für Monat tausende zusätzliche Migranten von Afrika nach Europa transferieren. Finanziert wird dies alles aus den Töpfen der italienischen Kirchensteuereinnahmen:

Zwei Jahre nach der Unterzeichnung des ersten Abkommens mit dem italienischen Staat zur Einführung von humanitären Korridoren freut sich die Gemeinschaft Sant Egidio, dass diese im Dezember mit den protestantischen Kirchen Italiens ergriffene Initiative, durch die schon über eintausend Flüchtlinge angekommen sind, nun zu einem europäischen Modell geworden ist. Denn es wurden neue Wege der Aufnahme und Integration gefunden und konkrete Lösungen für die Gestaltungen eines so komplexen Problems wie die Immigration gefunden.

Am 22. Dezember ist eine erste Gruppe syrischer Flüchtlinge aus dem Libanon in Brüssel angekommen, die auf der Grundlage des vom belgischen Staat und Sant Egidio unterzeichneten Abkommen in Partnerschaft mit allen religiösen Bekenntnissen des Landes aufgenommen werden. 150 Personen sollen in den kommenden Monaten nach Belgien kommen. Sie kommen zu den 3000 Personen hinzu, die in verschiedenen Abkommen festgelegt wurden. Sant Egidio hat in Italien mit den evangelischen Kirchen Italiens und der Waldensertafel schon 1000 Flüchtlinge aufgenommen und nimmt mit der Italienischen Bischofskonferenz weitere auf, davon ist schon eine erste Gruppe im November aus Äthiopien eingereist. In Frankreich gibt es dasselbe Abkommen mit lokalen katholischen Einrichtungen und protestantischen Kirchen. Es sind selbstfinanzierte Projekte, die eine gelungene Zusammenarbeit zwischen europäischen Staaten und Zivilgesellschaft umsetzen.
Die humanitären Korridore haben auch der öffentlichen Meinung geholfen, eine andere Wahrnehmung des Immigrationsphänomens zu bekommen, denn sie verbinden Sicherheit (für die Aufnahmeländer) mit Projekten der Integration in den aufnehmenden Gesellschaften.

Sant Egidio hat Masterplan für Migration und Willkommenskultur

Die katholische Laienorganisation hat einen konkreten Masterplan für Migration und Willkommenskultur, den sie auch offen kommuniziert. Gemeinsam mit dem italienischen Innenminister Marco Minniti, einem Ex-Kommunisten, und der italienischen Bischofskonferenz sollen die Schleusen für die Einwanderung weiter geöffnet werden, wie Medien berichten:

Dahinter steckt die italienische Kirche, genauer: die italienische Bischofskonferenz. Sie hat gemeinsam mit Italiens Innenministerium ein Konzept für „humanitäre Korridore“ erarbeitet:

Dadurch soll zunächst die sichere und legale Einreise von Flüchtlingen nach Italien ermöglicht werden.
In Italien selbst sollen Flüchtlinge anschließend länger begleitet, betreut und ihnen damit bei der Integration geholfen werden.
Das Abkommen gilt zunächst für zwei Jahre und wird aus Kirchensteuern finanziert.
Pfarreien, Familien, Ordenseinrichtungen und Hilfsorganisationen helfen bei der Unterbringung der Neuankömmlinge.

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