Sellner-Auto abgefackelt: "Oe24" und "Heute" als Sprachrohr der linksextremen Antifa

Sellner-Auto abgefackelt - Medien hauen sich auf ein Packerl mit der Antifa
Sellner-Auto abgefackelt - Medien hauen sich auf ein Packerl mit der Antifa
1. Januar 2018 - 16:15

In der Nacht zum 30. Dezember wurde gegen 3.00 Uhr das Privatauto des Co-Leiters der Identitären Bewegung (IB) Wien, Martin Sellner, in Brand gesteckt. Polizei und Staatsschutz ermitteln. Sellner hielt sich zum Tatzeitpunkt in den USA auf, es war über die sozialen Medien bekannt, dass er nicht daheim gewesen ist. Am selben Tag war sein Youtube-Kanal wegen eines kritischen Videos zum "Fall Kandel" (Mord an einer 15-Jährigen durch einen Afghanen) gesperrt worden.

"Nazischwein" soll Auto selbst angezündet haben

Auf Facebook und Twitter wurde von "Antifa"-Seiten und -Accounts der Autobrand frenetisch gefeiert worden und Sellner unterstellt, er "stilisiere sich zum Opfer", dabei wäre doch vollkommen unklar, wodurch das Fahrzeug in Brand geraten war. Es wurde gar verschwörerisch gemunkelt, er könnte es ja selber gewesen sein.

Solcherart "kritische Fragen von Usern" hat Sellner nicht beantwortet und die Leute geblockt, auch die Polizei und der Staatsschutz wollten sich dazu nicht äußern.

Boulevard-Medien bringen "Fake News"-Sammelsurium

Die Österreich-Online-Seite oe24  und heute.at ließen die Gelegenheit nicht aus, gegen den Identitären ins Feld zu ziehen, und zwar mit allem, was an längst widerlegten "Fake-News"-Schmankerln des Jahres 2017 verfügbar ist:

Der angebliche "Schusswaffengebrauch" Sellners am Schottentor (der sich lediglich mit Pfefferspray gegen einen Überfall gegen Linke verteidigt hatte) und die vorgeblich gestrandete "DefendEurope"-Mission der Identitären Bewegung im Mittelmeer. Dies alles hat herzlich wenig mit dem aktuellen Vorfall zu tun, außer, dass damals wie heute die Boulevard-Medien ein klares Feindbild gezeichnet haben - die Identitäre Bewegung.

Was den heute-Artikel jedoch brisant macht, ist, dass er als Bezugsquelle linksextreme Kommentare heranzieht.

Heute ortet "Zweifel" an mutmaßlichen Brandstiftern

Auf heute.at schreibt man, Sellner werbe um Spenden und "schüre Zweifel":

Sellner sorgt dabei unter den Kommentatoren auf seiner Seite mit einigen Passagen allerdings für Zweifel. Zum einen schreibt er von Brandstiftung und will mit der "Antifa" zum anderen auch bereits die Täter ausfindig gemacht haben.

Was für Zweifel denn? Zu einem "zum einen" gehört immer auch ein "zum anderen". Zum einen liegt eine Antifa-Attacke nahe, zum anderen? Zum anderen äußert sich die Polizei nicht zu den Vermutungen der linksextremen User und der Boulevard-Journalisten. Ein Gegensatz ist das nicht.

Nicht der erste Brandanschlag auf Autos von Identitären

Fakt ist, dass das Auto tatsächlich nachts abgefackelt wurde, und zwar direkt vor Martin Sellners Wohnhaus. Und dass dies nicht der erste Anschlag war. Im vergangenen Jahr wurde das Auto seiner Eltern, ein VW-Bus, der der IB gelegentlich zum Transport von Material für Aktionen diente, als der nämliche VW-Bus identifiziert und ebenfalls abgebrannt. Brandanschläge sind Antifa-Handarbeit und -Handschrift, wie auch die Attacke auf den deutschen Identitären Alex Malenki zeigt, dessen Imkerei kürzlich niedergebrannt wurde.

Gewalt gegen "Rechte" wird augenzwinkernd akzeptiert

So lange im Fall Sellner-Auto weiterhin ermittelt wird, sollten sich Heute und oe24 vornehm zurückhalten, von Linksextremen ihnen genehme Informationen zu übernehmen, und vor allem: Damit Gewalt gegen politische Menschen in Österreich zu rechtfertigen.

Die Identitäre Bewegung nimmt dazu folgendermaßen Stellung:

Kronen Zeitung hält sich als einzige an die Spielregeln

Die Kronen Zeitung macht vor, wie man in solchen Fällen berichten kann: Polizeiangaben knapp wiedergeben, bestätigte Einzelheiten und:

Da aufgrund der politischen Aktivität Sellners ein "politisch motivierter Tatzusammenhang" nicht ausgeschlossen werden kann, sei auch der Verfassungsschutz informiert, erklärte ein Sprecher der Polizei.

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