Im Fußballgeschäft werden die Trainer immer jünger.

Bild: Wikimedia Commons / Anton (rp) (CC BY-SA 3.0)
Wird die neue Trainergeneration immer jünger?

Peter Neururer war lange Zeig ein bekannter Name in der Bundesliga doch seit drei Jahren ist er mittlerweile ohne Trainerjob. Seine Warterei auf einen neuen Trainerjob bringt er derweil sogar mit seinem Auto zum Ausdruck, wo auf dem Nummernschild die Nummer 15 für seine angestrebte 15. Station im Profifußball prangert.

Neururer ist im Grunde ein gutes Beispiel für die neue Entwicklung im Trainergeschäft. Über etliche Jahre hat er in der 1. und 2. Bundesliga trainiert, hunderte Spiele absolviert und war dabei in 14 verschiedenen Vereinen tätig. Seine Karriere ist seiner Meinung aber noch lange nicht am Ende. Wie Mirko Slomka, Christoph Daum, Bruno Labbadia, Robin Dutt und viele weitere sucht er weiter nach Beschäftigung – und jeder von ihnen hat viel Erfahrung. Das ist jedoch nicht das einzige was sie gemeinsam haben: Für keinen von ihnen gibt es derzeit Bedarf in der Bundesliga.

Dies hat vielerlei Gründe. Der Bedarf an Trainers hat sich gewandelt und somit auch das Personal. Nachwuchskräfte wie Julian Nagelsmann, Domenico Tedesco oder Hannes Wolf führen nun diesen Markt an, obwohl sie vorher mit Ausnahme von Tedesco keine professionellen Erst- oder Zweitligamannschaften trainiert hatten. Viele dieser Trainer waren darüber hinaus selber nie Profis, was den Worten Mehmet Scholls zu Folge dem deutschen Fußball noch „ein blaues Wunder“ bescheren wird. Auch wenn man Mehmet Scholls Ansicht nicht teilen muss, so verdrängen diese neuen Trainer die erfahrenen.

Allerdings gab es dieses Bild auch schon in der Vergangenheit. Auch Daum, Neururer oder Dutt waren junge Trainer als sie erstmals die Bühne der Bundesliga betraten. Mittlerweile ist das Geschäft Bundesliga jedoch sehr brutal geworden. Fehler werden in der Bundesliga selten verziehen und man bekommt kaum eine zweite Chance.

Wenn Sie ein Fußballfan sind können Sie übrigens eine Wette auf 888 sportwetten abschließen. Neururer s Problem war vor allem die mangelnde Konstanz seiner Mannschaften, weshalb er heute kein sehr gefragter Trainer mehr in der Bundesliga ist.

Natürlich haben viele der vorgenannten Trainer auch hohe Ansprüche, weshalb sie sich nicht mehr jeden Trainerposten antun. Ansonsten gäbe es wohl auch für Neururer und andere bekannte Trainer genügend Angebote aus Ländern wie der Schweiz, China oder dem arabischen Raum.

Der DFB bildet jährlich 24 neue Trainer aus, jedoch gehen die meisten davon nicht in die Bundesliga. Und wenn man es doch schaffen sollte muss man auch erfolgreich genug sein um sich in der Bundesliga zu etablieren. Andernfalls könnte man als Trainer ganz schnell wieder weg vom Fenster sein.

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