Banken erklären IB-Chef Sellner für "vogelfrei": Er bekommt nicht einmal ein privates Girokonto

Nirgendwo mehr ein Konto - Banken sperren IB-Kopf Sellner
Nirgendwo mehr ein Konto - Banken sperren IB-Kopf Sellner
7. Januar 2018 - 9:23

Der Co-Leiter der Identitären Bewegung Österreich (IB), Martin Sellner, befindet sich seit der "DefendEurope"-Mission (Unzensuriert berichtete) im Mittelmeer im Sommer 2017 im fiskalischen Ausnahmezustand.

Alle Konten gesperrt - aber kein Verstoß gegen die AGB

Alle seine Konten, die er veröffentlicht hat, um Spenden zu sammeln, aber auch seine privaten Konten wurden gesperrt. Dazu muss man voranschicken, dass in den AGB aller europäischen Banken keine Bedingungen zu finden sind, die grundsätzlich Spendeneinnahmen auf private, Freiberufler- oder Geschäftskonten verbieten. Sellner erzählte Unzensuriert gegenüber die Stationen seiner Banken-Odyssee: 

Es begann mit der Schließung meines Bank Austria-Kontos, das ich seit mehr als einem Jahrzehnt besaß. Da Paypal mich auf Lebenszeit gesperrt hat und Kickstarter und Patreon mich boykottieren, war es meine letzte und einzige Möglichkeit, Geld zu empfangen.

Spendensammeln ist nur vorgeschobener Grund für Sperre

Grund der Sperre war definitiv nicht, dass Spenden gesammelt wurden, betreibt doch etwa die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich ebenfalls ein Konto bei der Bank Austria, mit dem sie Spenden lukriert. Der Grund ist ein politischer. Die linke Meinungsmafia hatte Druck ausgeübt, das Konto der IB Österreich war auf diese Weise schon im Sommer erledigt worden, die IB musste nach Ungarn ausweichen.

Sellner wechselte also die Bank, auch bei der russisch-türkischen Deniz-Bank reagierte man anfänglich kundenfreundlich, nachdem jedoch Sellners Auto einem Antifa-Anschlag zum Opfer fiel, kündigte auch die Deniz-Bank sein Konto. Wieder derselbe Grund: er habe Spenden gesammelt. Doch auch hier: Viele Personen und Institutionen haben Spendenkonten dort, man wollte ihn einfach loswerden, denn Nachfragen, ob sie ihm dann ein anderes Kontopaket anbieten könnten, wurden abgewehrt.

Onlinebanken ziehen mit - es ist gespenstisch

Zahlreiche Spenden wurden inzwischen rücküberwiesen, er musste auf die Schnelle am 4. Jänner bei der finnischen Onlinebank Holvi ein Ersatzkonto eröffnen. Diesmal erfolgte die Sperrung in Rekordzeit: Nicht einmal einen Tag hat es gedauert, bis sein Konto dahin war.

Nächster Versuch am 6. Jänner bei der N26-Bank. Rekord gebrochen, das neue Ausweichkonto hielt nicht einmal ein paar Stunden, die Begründungen waren wieder fadenscheinig: Er habe gegen die "Nutzungsbedingungen" verstoßen - in denen steht jedoch nichts, das auf ihn zutreffen könnte. Seine freundliche Anfrage blieb bisher unbeantwortet.

Ungarisches Konto als Ausweichmöglichkeit

Spenden empfangen - und die Zahl der spendenwilligen Unterstützer ist groß, Sellner braucht nicht extra um Spenden zu werben - kann er seit heute nur noch auf das oben erwähnte ungarische Konto der Identitären Bewegung Österreich.

Welche Mechanismen stecken hinter dieser Pauschal-Ächtung?

Martin Sellner ist sich sicher:

So kann es aber nicht weitergehen. Ein Konto zu haben, ist heute fast genauso wichtig wie einen Pass zu haben. Ohne Konto kann man nicht wohnen, nicht essen, nicht telefonieren, nicht Auto fahren. Genau diese Grundlagen der sozialen Existenz wollen die Linken vernichten, und die Banken machen willfährig mit, indem sie sogar Privatkonten sperren.

Inzwischen sieht er die Kontensperre gegen seine Person als "Sozialexperiment": Er will weitere österreichische Banken aufsuchen, um ein Konto aufzumachen.

Das aktuellste Konto hat folgende Daten:

Martin Sellner
IBAN: GB29 REVO 0099 7081 8636 74
BIC: REVOGB21
 

Auch diejenigen Banken, die sein Konto bereits gekündigt haben, lädt er ein, ihm ein neues Angebot zu unterbreiten. Er will, wenn sie seine Konten sperren, Gründe hören und herausfinden, welche Mechanismen dahinterstehen. Er will herausfinden, welche Banken vor dem linken Druck einknicken und wie sie zusammenhalten.

Es geht um nichts weniger als um die politische Meinungsfreiheit und die soziale Existenz als Kritiker in Österreich.

Nachtrag am 7. Jänner 2017:

Facebook hat in der Zwischenzeit auch Sellners zweiten Account gesperrt für 30 Tage, er schrieb auf Twitter dazu:

Warum? Weil ich einen Link zu einem Artikel gepostet habe, in dem ich über meine mittlerweile 4. Kontosperrung berichte.

 

 

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