Der Wiener H&M auf der Mariahilfer Straße steht noch. Die Filialen in Johannesburg, Südafrika, wurden hingegen zerstört.

Bild: Böhringer Friedrich / wikimedia.org (GNU-Lizenz für freie Dokumentation)
Südafrika: Nach Plünderung wegen „Rassismus“ schließt H&M alle Geschäfte

Die schwedische Textilwarenkette H&M hatte einen Kapuzensweater mit der Aufschrift „Coolest Monkey in the Jungle“ (Coolster Affe im Dschungel) auf den Markt gebracht. Kindermodell dafür war ein kleiner afrikanischer Bub.

Altes Sprichwort: „Wie der Schelm denkt, so ist er“

Aus war es! Für alle Gutmenschen dieser Welt: Unerhört, gerade ein schwarzes Kind mit den tierischen Verwandten der Menschen in Verbindung zu bringen! Auch wenn die Wiege der Menschheit in Afrika sein soll. Schon gar nicht geht es, dass im Zuge der gleichen Kampagne ein weißes Kind einen Kapuzensweater mit der Aufschrift „Survival Expert“ (Überlebenskünstler) bewirbt!

Das mediale Feuer auf diese Werbekampagne war enorm. Weltweit wurde der Konzern beschimpft und zum Boykott aufgerufen. Insbesondere Prominente, die ihren Marktwert wieder steigern wollten, spielten sich in den Vordergrund wie etwa Boris Becker, der seinerzeit mit einer schwarzen Frau Sohn Noah gezeugt hatte. In feinster Gutmenschenmanier postete er auf Twitter ein Gegenbild, das den schwarzen Buben als „König der Welt“ präsentierte. Wie mutig! Hätte er sich ebenso in Szene gesetzt, wenn die Kinder andersrum gekleidet gewesen wären?

„Es muss Konsequenzen für Rassismus geben, Punkt.“ – Plünderung.

Der Modekonzern kroch umgehend zu Kreuze, entschuldigte sich für das Werbemotiv und nahm alle Bilder, die den Pullover zeigten, aus dem Internet. Doch die linke Partei der Ökonomischen Freiheitskämpfer (Economic Freedom Fighters, EFF) nahm den Fall als Gelegenheit, für „ökonomische Freiheit“ zu kämpfen. Afrikaner plünderten somit am 13. Jänner 2018 sechs H&M-Geschäfte in der Provinz Gauteng, zu der das Wirtschaftszentrum Johannesburg zählt.

„Die Zeit der Entschuldigung für Rassismus ist vorbei“, sagte EFF-Sprecher Mbuyiseni Ndlozi und erklärte sein afrikanisches Rechtsverständnis. „Es muss Konsequenzen für Rassismus geben, Punkt.“ Auf vermeintliche Beleidigung reagierten die Afrikaner mit Plünderung und Zerstörung.

H&M sperrt zu, Gutmenschen sind zufrieden

Der schwedische Modekonzern schloss daraufhin alle Geschäfte in Südafrika. „In ganz Südafrika sind H&M-Läden geschlossen, weil sie unsere Kinder Paviane genannt haben“, zeigte sich der Parteichef der  EFF, Julius Malema, in einer im TV übertragenen Rede zufrieden.

 

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