FPÖ-Gründungsmitglied, Bundesparteiobmann und Grazer Bürgermeister: Alexander Götz war politisch hoch aktiv.

Foto: Bild: FPÖ
Alexander Götz 89-jährig verstorben: FPÖ trauert um einen ihrer größten Politiker

Einer der profiliertesten FPÖ-Politiker ist nicht mehr: Alexander Götz starb heute, Donnerstag, nur wenige Wochen vor seinem 90. Geburtstag. Götz war bereits 1955 einer der „Gründerväter“ der FPÖ. Ab 1958 saß er im Grazer Gemeinderat, 1964 wurde er Vizebürgermeister und Landesparteiobmann der steirischen Freiheitlichen, 1973 schließlich Bürgermeister von Österreichs zweitgrößter Stadt. Das blieb er zehn Jahre lang. Danach fungierte er noch bis 1997 als Präsident der Grazer Messe.

Als Drittstärkster auf den Bürgermeister-Sessel

Legendär war sein Coup im Wahlkampf 1973, wo er als Obmann der drittstärksten Fraktion im Grazer Rathaus die zweitstärkste Partei, die ÖVP, zu einem Pakt überredete und damit die SPÖ vom Bürgermeister-Sessel stieß, den er daraufhin selbst bestieg. Damit erregte er bundesweit so großen Eindruck, dass ihn die FPÖ zum Bundesparteiobmann kürte.

Ein Mann, der Konfrontationen nicht scheute

Kommunalpolitisch fielen in Graz die Einrichtung einer Abteilung für Bürgerinitiativen, die Errichtung der Augartenbrücke und des innerstädtischen Einbahnsystems, die Lukrierung von Landessubventionen für die Verkehrsbetriebe sowie der Baubeginn für den Plabutschtunnel in seine Ära.

Besonderes Aufsehen erregte sein Spruch im Wahlkampf 1979, als er gegenüber SPÖ-Bundeskanzler Bruno Kreisky erklärte, dieser habe „Pappe im Hirn“. Kreisky erreichte wenig später die absolute Mehrheit und Götz legte alle bundespolitischen Funktionen zurück, um sich nur noch seiner Arbeit für Graz zu widmen.

Strache: „Treuer  Weggefährten in schwierigen Zeiten“

Tief betroffen über das Ableben von Götz zeigte sich FPÖ-Bundesparteiobmann Vizekanzler HC Strache. „Bei Alexander Götz handelte es sich um einen echten wahren Freiheitlichen, der zu unserer Gesinnungsgemeinschaft gestanden ist, egal wie rauh ihm der politische Wind ins Gesicht geweht hat. Er hat die Werte unserer Gesinnungsgemeinschaft nicht nur ein Leben lang gepredigt, er hat sie auch gelebt“, betonte Strache. „Für die FPÖ hat Alexander Götz enorm viel geleistet und ist gerade in schwierigen Zeiten einer unserer treuesten Weggefährten gewesen.“ Man werde Götz schmerzlich vermissen.

 

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