Nicht nur beim Wiener Akademikerball, sondern auch dem Grazer Pendant finden sich gewaltbereite Linksextremisten. Fünf davon griffen Ballgäste um 2.00 Uhr nachts an.

Foto: Bild: Haeferl / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Linksextremisten attackieren Ballgäste von Hinten: Interview mit dem Betroffenen

Nach Aussagen der Medien verliefen die Proteste rund um den Grazer Akademikerball ruhig und friedlich, nur ein kleiner Mob marschierte gegen die Teilnehmer der Abendveranstaltung auf. Dass im Zuge dessen aber Mitglieder der Identitäten Bewegung nach einem Treffen genauso attackiert wurden wie Ballbesucher um 2.00 Uhr nachts, ließen die meisten Zeitungen unerwähnt. Umso erwähnenswerter ist es für unzesuriert.at wie feig fünf Linksextremisten zwei Herren mittleren Alters auf ihrem Nachhauseweg ins Hotel angriffen.

Vermummt und mit den Worten “dich Fascho bring ich um” gingen sie von hinten aus dem Dunklen auf sie los. Einer davon landete im Krankenhaus, der andere kam mit leichten Blessuren davon. Die Redaktion hat mit den Betroffenen gesprochen, die Erstaunliches über die feige Aktion aus dem Hinterhalt zu berichten haben.

Herr P. (49 Jahre alt, wohnhaft im Bezirk Mistelbach), wie kam es zu der brenzligen Situation auf dem Nachhauseweg vom Grazer Akademikerball?

Kurz vor 2.00 Uhr haben wir nach der Wiederholung der Mitternachtsquadrille eigentlich recht zufrieden den Ball verlassen. Unsere Zimmer waren im bekannten Altstadthotel Weitzer direkt an der Mur. Das ist ja nicht weit vom Kongress entfernt und darum sind wir zu Fuß gegangen. Um diese Uhrzeit waren ja die Demonstrationen schon vorbei und das Geld für ein Taxi hätte sich nicht rentiert, dachten wir bis dahin.

Es war also auch keine Polizei mehr da? Was ist dann passiert?

Nein, die Polizei rückte nach dem offiziellen Ende der Demonstration ab, die Teilnehmer ebenso. Dachten wir zumindest, aber einige dürften sich in der umliegenden Gegend aufgeteilt haben und gezielt auf verdächtige Ballbesucher gewartet haben.

Als wir zur Tegethoffbrücke kamen, standen dort fünf Gestalten, dunkel angezogen und das Gesicht vermummt. Da geht einem natürlich nicht gleich ein freundliches Bild durch den Kopf. Wir blieben darum vorerst stehen, um zu sehen, ob die Gruppe weitergeht oder tatsächlich auf uns wartet. Wir unterhielten uns im Stehen und als nichts passierte, schlenderten wir langsam, aber wachsam weiter.

Die fünf Personen gingen nicht direkt auf Sie los?

Nein, nachdem wir uns dem Hotel näherten, verloren wir sie auch aus dem Blickfeld und dachten, wir würden einander schon nicht begegnen. Indes dürften sie sich allerdings bei der Brücke versteckt haben und auf uns gewartet haben. Als wir dem Schauplatz schon den Rücken zugedreht hatten und an der Ecke des Hotels angekommen waren, ging allerdings die ganze Truppe plötzlich von hinten auf uns los, schlug wild auf uns ein und versuchte, unsere Mützen zu entwenden.

Wie haben Sie reagiert?

Unsere Damenbegleitung ist in die Lobby des Hotels gelaufen um den Portier zu verständigen, sie haben zum Glück nichts abbekommen. Dort wurde auch gleich die Polizei gerufen. Draußen gingen die Männer aber gezielt und zu fünft auf uns los. Einer schlug meinem Bundesbruder mit der Faust ins Gesicht und brachte den 45-jährigen dadurch zu Fall. Er fiel auf den Rücken und als er da auf dem Boden lag traten sie weiter auf ihn ein. Ich half ihm natürlich, dann attackierten sie aber auch mich. Einer schrie “dich Fascho bring ich um” und versuchte dabei auch, mich zu treffen.

Konnten Sie dabei jemanden erkennen?

Als ich mich verteidigte und ebenfalls zu einem Gegenangriff ausholte, ließen die Männer schließlich von uns ab und liefen davon. Dem Dialekt der ausgesprochenen Drohungen zu Folge dürfte es sich um Österreicher handeln. Organisiert wurde die Demo ja auch von der “Offensive gegen Rechts Steiermark”. Sie alle schienen jung, sportlich und dünn. Weil sie aber bis auf die Augen schwarz vermummt waren, konnte ich nur erkennen, dass es sich um Männer handelte, Frau war keine dabei.

Die Videoüberwachung des Hotels dürfte dabei auch Einiges aufgezeichnet haben, wie viel durch die Dunkelheit erkennbar ist, ist schwer zu sagen.

Wie steht es um den verletzten Mann?

Nach zehn Minuten traf leider immer noch keine Polizei ein, weswegen ich selber nochmal anrief. Aufgrund eines Einsatzes dürfte es wohl etwas länger gedauert haben. Die Beamten nahmen dann den Sachverhalt und unsere Anzeige auf, machten auch Bilder. Mein Bundesbruder blutete stark im Gesicht und war am Rücken verletzt. Er ließ sich schließlich ins Krankenhaus bringen, wo auch eine Gehirnerschütterung, Rückenprellungen und Platzwunden festgestellt wurden. Er wurde über Nacht stationär dort aufgenommen.

Danke für die Bereitschaft, mit uns zu sprechen. Wir wünschen Ihnen beiden gute Besserungen und eine gute Erholung von dem feigen Übergriff.

In wenigen Tagen geht auch in Wien der bekannte Akademikerball über die Bühne. Wie in den Jahren davor, wird wieder mit zahlreichen und dieses Mal noch heftigeren Demonstrationen gerechnet. Durch die Regierungsbeteiligung der FPÖ, welche auch Gastgeber des Balles ist, rechnet die Polizei erneut mit schweren Ausschreitungen. Auch das zehnjährige Jubiläum des ersten Protestes gegen den Ball dürfte für die Linksextremisten Anlass sein.

Dass es allerdings nicht nur um einen für linksgerichtete Wähler missliebigen Ball geht, macht auch die Einschätzung der Einsatzkräfte klar, die mit einer breiten Beteiligung aus Deutschland rechnet. Weil heimische Spezialeinheiten im Zuge des G20-Gipfels in Hamburg als Verstärkung der deutschen Polizei im Einsatz waren, würden sich die Extremisten nun in Wien rächen. Selbst der rotgefärbte Kurier scheut sich angesichts der zu erwartenden Ausschreitungen nicht, den Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl zu zitieren, der von einer “Vergeltung gegen die österreichische Polizei” ausgeht.

 

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