„Kinder würden sich dann am besten entwickeln, wenn sie ungeachtet aller Fähigkeitsunterschiede miteinander lernen könnten“: Stimmt nicht, sagt Buchautor Michael Felten.

Bild: Antranias / pixabay.com
Gegen Abschaffung der Sonderschule: Neue Regierung erhält Schützenhilfe vom „Standard“

Unerwartete Schützenhilfe erhält die schwarz-blaue Regierung vom linksliberalen Standard. Dort darf der Buchautor Michael Felten nicht nur zu Wort kommen, er kommt auch gut weg, wenn er sich für den Erhalt der Sonderschulen ausspricht.

Sonderschulen: Auslaufmodell wird wieder revitalisiert

Die abgewählte rot-schwarze Regierung wollte die Sonderschulen bis 2020 nur noch als Ausnahmen erhalten. Die neue österreichische Regierung bekennt sich zu den Sonderschulen und will sie „erhalten und stärken“. Grundlage dieses Regierungsvorhabens ist die Erfahrung und Überzeugung, dass es das Einheitskind nicht gibt und dass folglich jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert werden soll.

„Kind den jeweils sinnvollsten Förderort gönnen“

„Wenn ein lernbehindertes oder geistig eingeschränktes Kind in einer Regelklasse viel größere Leistungsunterschiede erlebt als im Schonraum der Sonderschule, dann wird es oft zusätzlich entmutigt“, so Michael Felten, 66-jähriger Gymnasiallehrer in Köln und Autor des Buches „Die Inklusionsfalle. Wie eine gut gemeinte Idee unser Bildungssystem ruiniert“ im Standard-Interview. „Man sollte jedem Kind den jeweils sinnvollsten Förderort gönnen.“

Talente besser fördern und begleiten

Genau dieses Credo möchte die neue Regierung umsetzen, indem sie für lernschwache und behinderte Kinder den Schutzraum der Sonderschule erhält und außerdem „Talente besser fördert“, also auch die so oft zitierte, aber in der Regel nicht umgesetzte Förderung der Leistungsträger endlich Wirklichkeit werden lässt.

Viele Pädagogen aber auch viele Eltern und jetzt auch der linke Standard unterstützen diesen Weg.

 

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