Wenn Menschen verletzt werden und beträchtlicher Sachschaden angerichtet wird, liest man in den meisten Medien noch immer von einer „weitgehend friedlichen Demonstration“.

Bild: Haeferl - Own work / Wikimedia CC BY-SA 3.0
User hofft auf „echte“ Anti-Akademikerball-Demo: „Friedhof ist genug gross“

In den Medien findet derzeit eine noch selten dagewesene Hetzjagd auf Burschenschafter statt. So wird kurz vor dem Akademikerball in Wien die Stimmung bei den Demonstranten noch einmal so richtig aufgeheizt. Wen wundert s, dass in der Kronen Zeitung dieser letztklassige Kommentar (in ebensolchem Deutsch) erscheinen konnte:

Hoffen wir dass es a echte Demo wird. Nicht wie 13.1. Kindagartenlieder. Friedhof ist genug gross.

Bei Demo auch Tote in Kauf nehmen

Wenn das kein Aufruf zur Schlacht gegen die Exekutive ist? „Friedhof ist genug gross“, schreibt der User unter dem Synonym „besteswissen“ und will damit wohl ausdrücken, dass es auch Tote geben sollte.

Der Hass auf die Besucher des Akademikerballs muss bei einigen wohl grenzenlos sein. Doch drinnen, in der Hofburg, wird jedes Jahr ein friedliches Fest gefeiert, ein Ball, wie überall anderswo auch in Wien, ohne auch nur im Geringsten gegen die österreichische Verfassung (oder gar gegen das Stzrafrecht) zu verstoßen.

„Fake-News“ vom Spiegel brav übernommen

Dieser Aspekt wird im Mainstream komplett ausgeblendet. Ausgerechnet am Tag der Veranstaltung, am 26. Jänner, haben auch heimische Medien – wieder einmal – brav eine Falschmeldung des Spiegel übernommen, wonach FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache von der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt geehrt worden sei.

Das ist deshalb so fies, weil diese Verbindung in den vergangenen Tagen wegen eines Nazi-Liedbuches in massiver Kritik stand.

Dass diese angebliche Ehrung für Strache „eine glatte Unwahrheit und Lüge“ ist, wie Strache auf seiner Facebook-Seite postete, wird so nebenbei gerade noch erwähnt. Die Marschrichtung ist klar: Wenige Stunden vor dem Akademikerball muss die Meute offenbar aufgehetzt und heiß auf den Kampf gegen die Polizeibeamten, die an vorderster Front stehen, gemacht werden.

Diese Hetze wird aber nirgends thematisiert.

 

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