Beim Brand der Viermann-Zelle im Landesgericht Wien wurden die Mithäftlinge des Brandstifters teils lebensgefährlich verletzt.

Foto: Bild: Dnalor 01 / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0-AT)
Wien: Zwölf Jahre Haft für Nafri, der Zelle im Landesgericht anzündete

Zu zwölf Jahren Haft ist am Donnerstag am Wiener Landesgericht für Strafsachen jener 34-jährige Algerier verurteilt worden, der am 16. Oktober 2016 seine Zelle in der Justizanstalt Josefstadt angezündet hatte. Der Angeklagte wurde in diesem Zusammenhang wegen Brandstiftung, schwerer Körperverletzung und Nötigung schuldig erkannt. Dagegen verwarfen die Geschworenen den inkriminierten versuchten Mord. Lediglich vier der acht Laienrichter nahmen an, dass der Mann bewusst den Tod seiner drei Zellengenossen mit in Kauf genommen hatte, als er seine Matratze anzündete und mit gezücktem Buttermesser die Mitgefangenen am Betätigen des im Haftraum angebrachten Alarmknopfs hinderte. Bei Stimmengleichheit war zugunsten des Angeklagten davon auszugehen, dass kein Tötungsvorsatz gegeben war… mehr

Weitere Einzelfälle vom 1. Februar:

Wien: Syrer wollte im Schafbergbad Oralsex von 15-Jährigem – Prozess
Ein 29-jähriger Syrer ist am Donnerstag am Wiener Landesgericht wegen versuchter Vergewaltigung eines 15 Jahre alten Burschen im Schafbergbad zu 18 Monaten teilbedingter Haft – vier davon unbedingt – verurteilt worden. Ein Schöffensenat erachtete es als erwiesen, dass der Asylwerber am 26. August 2017 den Burschen nach dem Duschen aus sexuellen Beweggründen auf die nahe gelegene Toilette zerren wollte… mehr

Prinzendorf (NÖ): Einbruch in Nitsch-Schloss – Rumänen nach fünf Jahren ausgeforscht
Fast fünf Jahre nach einem Einbruch in das Weinviertler Schloss Prinzendorf (Bezrik Gänserndorf) von Künstler Hermann Nitsch sind nun zwei Verdächtige in Rumänien festgenommen worden. Durch DNS-Treffer konnten die beiden ausgeforscht werden. Der Coup ereignete sich am 2. März 2013, damals waren Unbekannte in das Schloss im Bezirk Gänserndorf eingedrungen. Erbeutet wurden Schmuck und Bargeld im Wert von mehr als einer Million Euro… mehr

Wiener Neustadt (NÖ): Bauchstich für 15-Jährigen – sechs Jahre Haft für Afghanen
Am Mittwoch Abend wurde am Landesgericht Wiener Neustadt ein 19-Jähriger wegen versuchten Mordes zu sechs Jahren unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte einen 15-Jährigen durch einen Messerstich in den Bauch lebensgefährlich verletzt. In dem für zwei Tage anberaumten Prozess war es um einen Streit unter jungen Asylwerbern gegangen. Der 19-jährige Afghane wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt (bei einem Strafrahmen von 15 Jahren für junge Erwachsene). Der Mitangeklagte, ein 18-jähriger iranischer Staatsbürger, wurde im Zweifel freigesprochen. Beide Urteile des Geschworenensenats sind nicht rechtskräftig… mehr

Vorchdorf (OÖ): Ausländer überfiel Einheimische auf Wanderweg und ließ sie bewusstlos liegen
Er schlich sich von hinten an und schlug auf sein Opfer ein: Mittwoch Früh wurde auf einem beliebten Jogger-Weg bei Vorchdorf (Bezirk Gmunden) eine 44-Jährige, die mit ihrem kleinen Hund spazieren ging, von einem Räuber überfallen. Er verlangte Geld und Telefon, ließ sein Opfer dann bewusstlos liegen. Der Vierbeiner bellte Hilfe herbei. Passiert ist der brutale Überfall am Mittwoch zwischen 7.45 und 9.00 Uhr. Da war eine 44-Jährige aus Vorchdorf mit ihrem Hund in ihrer Heimatgemeinde am Wanderweg im Theuerwanger Forst unterwegs. Wie sie später der Polizei sagte, sei sie plötzlich von hinten von einem Mann gepackt und gegen einen Baum gedrückt worden: „Er hat auf Deutsch mit ausländischem Akzent Geld und Handy gefordert, hat auf mich eingeschlagen.“ Weil das Opfer aber nichts bei sich hatte, drohte der Räuber: „Dreh dich nicht um, sonst bring ich dich um!“ Dann lief er davon… mehr

Dietach (OÖ): Schuldeneintreibung auf Tschetschenisch – Afghanen mit Klappmesser attackiert
Mit einem 13 Zentimeter langen Klappmesser wollte im Asylwerberquartier in Dietach (Bezirk Steyr-Land) ein Tschetschene (61) bei einem 21-jährigen Afghanen Schulden eintreiben. Kurz vor 14.00 Uhr bezahlte am Mittwoch die Betreuerin das Verpflegsgeld an die Asylwerber aus. Der Tschetschene griff nach den Scheinen, die für den Afghanen gedacht waren, wollte einen Teil davon „abgreifen“. Motiv: Der 21-Jährige habe bei ihm Schulden. Da mischte sich die Betreuerin ein, wollte dem Jüngeren beistehen. Das ließ sich der Tschetschene nicht gefallen, holte sein Klappmesser aus der Tasche und stach auf den Afghanen ein. Mehrmals soll er gezielt auf den Bauch hingestochen haben, durch Ausweichen und Abwehr konnte der Angegriffene tiefe Wunden vermeiden. Außerdem kamen ihm andere Asylwerber zu Hilfe, die den 61-Jährigen wegrissen, die Hand mit dem Messer fixierten… mehr

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