Südafrika: Folter und Morde an weißen Farmern interessieren weder EU noch Journalisten | Unzensuriert.at

Südafrika: Folter und Morde an weißen Farmern interessieren weder EU noch Journalisten

Mahnmal für die ermordeten Farmer in Südafrika. Jedes Kreuz steht für ein Mordopfer. Foto: Johnnyhurst / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Mahnmal für die ermordeten Farmer in Südafrika. Jedes Kreuz steht für ein Mordopfer.
Foto: Johnnyhurst / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Die EU-Partei „Bewegung für ein Europa der Nationen und der Freiheit“ veranstaltete am 30. Jänner im EU-Parlament eine Konferenz über die politische Situation in Südafrika. Die Referenten waren Janice Atkinson (ehemals UKIP), Gerolf Annemans (Vlaams Belang), Mylène Troszczynski (Front National) und Corné Mulder von der südafrikanischen Partei Freiheitsfront Plus, die sich für die Rechte der weißen Minderheit einsetzt.

EU-Parlament will sich nicht mit Farmmorden befassen

Janice Atkinson erwähnte zu Beginn ihrer Einführung, dass sie regelmäßig Südafrika besuche. Dort nahm sie bei ihrem letzten Besuch auch an einer Demonstration gegen die Morde an weißen Farmern und deren schwarzen Angestellten teil. Im EU-Parlament wollte sie diese Greueltaten zum Thema einer Debatte machen, das EU-Parlament lehnte dies jedoch ab. Atkinson warf den EU-Abgeordneten daraufhin vor, doppelte Maßstäbe bei den Menschenrechten zu verwenden.

Anschließend präsentierte Atkinson statistische Daten über die wirtschaftliche Lage Südafrikas. Das Wirtschaftswachstum ist mit 1,1 Prozent aktuell sehr gering. In ganz Afrika hat nur Algerien einen schlechteren Wert. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 28 Prozent. Weiße werden bei der Stellenvergabe per Gesetz diskriminiert. Südafrika ist der größte Wohlfahrtsstaat der Welt: Sechs Prozent der Bevölkerung finanzieren 99 Prozent des Staatshaushaltes.

Weiße überproportional von Gewalt betroffen

Die Weißen sind überproportional von Gewalt betroffen. Sie stellen nur noch neun Prozent der Bevölkerung, aber 26 Prozent der Opfer von Gewaltkriminalität und 20 Prozent der Mordopfer. Eine besondere Form der Gewalt gegen Weiße sind Angriffe auf ihre Farmen und die Farmmorde. 2017 gab es 463 Angriffe auf Farmen Weißer und 94 Morde an Farmern, ihren Familienmitgliedern oder ihrem Personal. Im Jänner 2018 wurden erneut bereits 38 solcher Angriffe und vier Morde gezählt. Zu diesem Thema wurde auf der Konferenz auch ein aktueller Film der kanadischen Journalistin Lauren Southern gezeigt.

Tatort-Reinigerin spricht über grausame Folterungen an Farmerfamilien

In diesem Film spricht Lauren Southern mit einer Tatort-Reinigerin. Diese erzählt, dass die Opfer in manchen Fällen grausam gefoltert werden, bevor man sie umbringt. Auch Frauen und Kinder der Farmer werden gefoltert und ermordet, ganze Familien werden so ausgelöscht. Die Brutalität dieser Taten sei unbeschreiblich, man könne so etwas nicht mit den schlimmsten Filmen vergleichen, sagt die Tatort-Reinigerin im Interview. Gegen Ende des Films wird deutlich, dass sie über die Motive dieser Verbrechen nicht offen sprechen kann, aus Angst vor negativen Konsequenzen durch die Regierung.

Weiße Südafrikaner haben keine andere Heimat

Am ausführlichsten sprach der südafrikanische Politiker Corné Mulder. Er erläuterte zuerst das Selbstverständnis der Weißen in Südafrika. Diese bezeichnen sich selbst als Afrikaner, ihre Muttersprache ist Afrikaans. Seine Familie ist im Jahr 1688 aus Europa nach Südafrika ausgewandert. Er fühle sich nicht als Europäer, sondern als Afrikaner, genauer gesagt als weißer Afrikaner. Er habe keine andere Heimat als Südafrika.

„Regenbogen-Nation“ gibt es nicht

Anschließend ging Mulder auf das heutige Südafrika ein. Er hat 1994 an der neuen südafrikanischen Verfassung mitgearbeitet. Damals hat man nach gemeinsamen Werten gesucht, konnte jedoch keine finden. Daher wurde die Verfassung sehr vage formuliert. Südafrika sei ein künstliches Gebilde. Der Name Südafrika bezeichne keine Nation, sondern sei ein rein geographischer Begriff. Die gerne propagierte „Regenbogen-Nation“ sei ein Mythos.

Weiße gerieten 1994 unter Fremdherrschaft der Schwarzen

Das Ende des alten Südafrikas bedeutete Mulder zufolge für die Weißen, sich in die Gewalt einer fremden Mehrheit begeben. Die Weißen sind den Schwarzen nun schutzlos ausgeliefert. Südafrika ist zwar eine Demokratie, und die Weißen sind im Parlament vertreten, ihre Abgeordneten können dort aber nichts ausrichten. Mulder sitzt selbst im Parlament und spricht daher aus Erfahrung.

Mulder: Kein Volk sollte sich einer fremden Mehrheit unterwerfen

Mulder appellierte an die Europäer, vom Schicksal der Weißen in Südafrika zu lernen. Es sei immer falsch, sich als ethnische Minderheit ohne Not einer Mehrheit zu unterwerfen. Wer seine Selbstbestimmung aufgibt, verliere am Ende alles. In der EU sieht er aktuell eine derartige Entwicklung, da sich souveräne Nationen freiwillig in die Gewalt Brüssels begeben.

Arbeitslosigkeit in Südafrika: 30.000 Bewerber für 90 Polizeistellen

Mulder betrachtet die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Südafrika als sehr negativ. Er erzählte dazu ein Fallbeispiel: Die Polizei suchte 90 neue Polizisten, es bewarben sich 30.000. Um auszusieben, unterzog man die Bewerber einer harten Prüfung: Sie mussten einen Hindernislauf über vier Kilometer absolvieren. Sechs Bewerber starben dabei. Dies zeigt, wie verzweifelt die Menschen nach Arbeit suchen würden.

Politisches Klima verschlechtert sich zuungunsten der Weißen

Besonders die Situation der Weißen betrachtet Mulder als besorgniserregend. Er befürchtet einen Völkermord an den Weißen, wie ihn die Hutus an den Tutsis durchführten. Es gibt Parallelen der weißen Afrikaner zu den Tutsis: Beide hatten in der Vergangenheit eine dominante Stellung, sind über das ganze Land verteilt und äußerlich erkennbar.

Das politische Klima verschlechtert sich derzeit zuungunsten der Weißen. Es gibt eine neue marxistische Partei der Schwarzen namens „Economic Freedom Fighters“. Diese habe mit den Anti-Apartheid-Aktivisten von damals nichts mehr zu tun. Sie sind mit dem gegenwärtigen Südafrika unzufrieden und wollen die Demokratie zerstören. Die Regierungspartei ANC rückt aufgrund der „Economic Freedom Fighters“ nach links, um keine Wähler an diese Partei zu verlieren. Das Lied „Erschieß die Buren“ ist laut Mulder in Südafrika immer wieder zu hören.

Schwarze haben kein Recht auf das Land der Weißen

In Südafrika kursiert die Behauptung, dass die Weißen den Schwarzen das Land weggenommen hätten. Dies ist eine Lüge. Die heute in Südafrika lebenden Schwarzen sind nicht die Urbevölkerung, sondern Einwanderer aus Zentralafrika. Im heutigen Südafrika lebten ursprünglich die Buschmänner. Die weißen Afrikaner haben daher dasselbe Recht, in Südafrika zu leben, wie die Araber in Nordafrika oder die Amerikaner und Australier auf ihrem jeweiligen Kontinent.

Militärisch organisierte Unternehmungen zur Dezimierung der Weißen

Mulder ging auch auf die Farmmorde ein. Diese sind keine gewöhnliche Kriminalität, sondern ein Mittel zur Dezimierung der Weißen. Diese Taten sind von politischen Gruppen gewollt. Es gab beispielsweise eine Amnestie der Regierung für die Täter bei politischen Morden, wobei auch Farmmorde als politische Morde galten. Für die politische Planung dieser Taten spricht auch, dass die Täter mit militärischer Präzision vorgehen. Es geht keinesfalls um Raub, da die Täter nicht in leere Häuser einbrechen. Falls die Bewohner nicht da sind, warten sie, bis sie zurückkommen, um sie dann zu ermorden.

Die Farmer sind kampfbereit, aber es ist sehr schwer, sich gegen professionelle Angreifer zu wehren. Die Mörder graben Tunnel unter Zäunen hindurch oder zwingen Farmangestellte mit vorgehaltener Waffe, ihnen Zutritt zum Haus der Farmersfamilie zu verschaffen. Die Angreifer verfügen sogar über Störsender, um den Mobilfunk lahmzulegen. Häufig werden die Farmer im Schlaf ermordet.

Regierung tut nichts gegen Farmmorde

Mulder und seine Partei versuchen im Parlament immer wieder, die Regierung zum Handeln zu bewegen, erreichen aber nichts. Die Regierung bleibt nicht nur völlig untätig, sondern schränkt die Farmer auch noch bei der Selbstverteidigung ein. Es wäre sehr wichtig, das Thema über Medien bekannt zu machen, doch die Journalisten schauen weg. Sie interessieren sich viel mehr für angeblichen Rassismus gegen Schwarze, wie zum Beispiel für einen Pullover bei H&M.

Die Weltpresse stürzte sich geradezu auf diesen Fall. Zur selben Zeit begann auch ein Prozess gegen die mutmaßlichen Täter bei zwei Farmmorden. Ein Farmer und seine Frau waren grausam gefoltert und ermordet worden. Kein einziger Journalist war bei der Verhandlung zu Prozessbeginn anwesend.

Weiße Afrikaner brauchen eigenes Siedlungsgebiet, um zu überleben

Mulder sieht nur dann eine reelle Chance für das Überleben der weißen Afrikaner als Volk, wenn sie sich in einem bestimmten Teil Südafrikas konzentrieren. Jede Minderheit braucht Mulder zufolge ein geographisch geschlossenes Gebiet, um zu überleben. Die Weißen in Südafrika haben diesen Weg bereits eingeschlagen: Sie verlassen die besonders gefährlichen östlichen Provinzen Transvaal, Limpopo, Gauteng und Oranje-Freistaat und ziehen in die westlichen Provinzen Nordkap und Westkap.

 

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