Rotes Kreuz: 1,8 Millionen Euro Spenden bei Online-Plattform verschwunden

Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) sind von einem großen Spenden-Kriminalfall betroffen.  Foto: Julius.kusuma / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) sind von einem großen Spenden-Kriminalfall betroffen.
Foto: Julius.kusuma / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
4. Februar 2018 - 19:38

Ein Spendenskandal bahnt sich beim Roten Kreuz an. Insgesamt fehlen 1,8 Millionen Euro an Spendengeldern, die eigentlich über eine Online-Plattform an die internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) mit Sitz in Genf hätte weitergeleitet werden sollen. Die Spender vertrauten darauf, dass die vorgeschaltete Online-Plattform, bei der sie eingezahlt hatten, das Geld entsprechend dem Willen der Geldgeber weiterleiten würde.

Dies geschah jedoch nicht, und die Spendengelder erreichten das Rote Kreuz nie. Jetzt wurde der Skandal zum Mega-Kriminalfall.

Untersuchungshaft und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Der Verwaltungsratspräsident der Online-Plattform ist bereits in Untersuchungshaft. Er soll am 22. Dezember 2017 auf dem Flughafen in Zürich verhaftet worden sein. In der Zwischenzeit erfolgten auch Haus- und Firmensitzdurchsuchungen, und zahlreiche Beweismittel wurden beschlagnahmt. Eine erste Anzeige gegen die Betreiber der Online-Plattform erfolgte bei der Staatsanwaltschaft bereits im September 2017.

Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich die Verdachtslage, dass auch noch andere Organisationen, die online Gelder eingesammelt hatten, von Unregelmäßigkeiten betroffen sein könnten.


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