Sexualmissbrauch: Tausende indische Kinder sind potentiell in Gefahr, vergewaltigt zu werden.

Bild: Thomas Schoch / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Trauriges Sittenbild: 20.000 Kindesvergewaltigungen erschüttern Indien

Die grausame Vergewaltigung eines erst acht Monate alten Mädchens in Neu-Delhi ist nur die Spitze des Eisbergs im Zusammenhang mit Sexualstraftaten gegenüber Kleinkindern. Laut einer Statistik des indischen Ministeriums für Frauen und Kindeswohl gab es allein 2016 insgesamt mehr als 20.000 Kindesvergewaltigungen im Lande. Diese offizielle Statistik weist eine Steigerung gegenüber 2015 von alarmierenden 82 Prozent bei sexuellen Übergriffen gegenüber Kindern aus. Für 2017 dürften die Zahlen ähnlich hoch sein, Tendenz weiter steigend.

Dass der eigene 28-jährige Cousin ein kleines Mädchen, auf das er eigentlich aufpassen sollte, missbraucht – das Kind ist weiterhin in Lebensgefahr -, hat die indische Öffentlichkeit wieder einmal erschüttert. Seine Rechtfertigung, dass er betrunken gewesen sei, hat viele Bürger noch weiter gegen die Täter aufgebracht.

Indische Studie offenbart Sexualstraftaten im Familienkreis

Eine jüngst veröffentlichte Studie offenbart, dass Sexualstraftaten häufig im weiteren Familienkreis begangen werden. So gaben rund 53 Prozent der befragten Kinder in einer Befragung an, Opfer eines sexuellen Missbrauchs zu sein. Und die Hälfte der deklarierten Opfer gab zu Protokoll, dass die Täter zumindest weitere Verwandte oder andere Vertrauenspersonen gewesen seien.

Diese Ergebnisse führen zu früheren Untersuchungen von Experten über das Sexualverhalten im südostasiatischen Raum, das 2013 zum erschreckenden Ergebnis führte, dass ein hoher Anteil von 24 Prozent der Männer potentielle Vergewaltiger sind.

 

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