Bosnische Industrieanlagen verrotten, die Bevölkerung ist ohne Arbeit, und viele Moslems radikalisieren sich.

Foto: Bild: Sti2 / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Armut und Korruption: 150.000 Bosniaken sind seit 2014 in die Europäische Union ausgewandert

Bosnien ist ein Auswanderungsland. In den letzten vier Jahren sind rund 150.000 Personen aus Bosnien-Herzegowina in die Europäische Union eingewandert. Allein im Jahr 2017 kehrten nicht weniger als 40.000 Bosnier ihrem Land den Rücken und suchen ihr Heil in der EU. Ein Hauptgrund dafür ist die schlechte Wirtschaftspolitik und Korruption, die im ganzen Land herrscht. Seit dem Jahr 2000 sind zehntausende Arbeitsplätze verloren gegangen, da durch verfehlte Privatisierungen die Betriebe in den Konkurs getrieben wurden.

Entsprechende Arbeitsplätze gibt es oft nur bei staatlichen Behörden und Institutionen, wo Parteibuch- und Günstlingswirtschaft herrschen. Vor den Botschaften von EU-Ländern in Sarajevo bilden sich Woche für Woche  lange Schlangen Ausreisewilliger, um das Land zu verlassen.

Bosnien ist Rekrutierungsgebiet des Islamischen Staates

Bosnien war in den vergangenen sieben Jahren auch das Rekrutierungsland Nummer eins auf dem Balkan für den Kampf des Islamischen Staates (IS) in Syrien und im Irak. Obwohl das Land die Ausreise in die IS-Kampfgebiete verboten hatte, leisteten hunderte Moslem-Bosniaken ihren Beitrag zum „heiligen Krieg“ im nahen und mittleren Osten. Viele sind mittlerweile wieder in ihre Heimat zurückgekehrt und bilden hier die Zellen fanatischer Islamistennetzwerke.

Netzwerke für „Glaubenskampf“ auf europäischem Boden

Diese Netzwerke halten weiterhin engen Kontakt mit ihren Glaubensbrüdern in der arabischen Welt und sind auch wirtschaftlich mit potentiellen Geldgebern für einen „Glaubenskampf“ auf europäischen Boden in engstem Kontakt. Ziehen Teile dieser Islamisten-Gruppen über neue Auswanderungswellen auch in EU-Staaten, dann wird Bosnien zum Ausgangspunkt eines neuen Bedrohungsszenarios in Sachen Extremismus.

 

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