Wolfgang Bosbach geisselt seine eigene CDU wegen Abgabe des Finanzministeriums an die SPD.

Foto: Bild: Sven Teschke / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0-DE)
CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: Finanzministerium an die SPD ist Fehler

Auch in der CDU-Basis gärt es wegen der Neuauflage der Großen Koalition gewaltig. Der langjährige, scheidende Sicherheitssprecher der Christdemokraten, Wolfgang Bosbach, bringt es auf den Punkt: Die Überlassung des Finanzministeriums an die SPD sei ein schwerer Fehler. Mit dem Außenamt, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Finanzministerium hätten die deutschen Sozialdemokraten als 20-Prozent-Partei die zentralen Ressorts in der künftigen Bundesregierung.

Mit dieser Ressortverteilung zahle die CDU laut Bosbach einen zu hohen Preis für eine Wiederauflage der Großen Koalition unter Langzeitbundeskanzlerin Angela Merkel. Bosbach verstehe diese Fehlentscheidung nicht.

SPD-Finanzminister könnte Schuldenunion umsetzen

Bosbach, der neben der Sicherheitspolitik auch als Finanzpolitiker jahrelang in der CDU/CSU-Fraktion eine führende Rolle gespielt hat, zählt zu jenen konservativen CDU-Protagonisten, die bei einem SPD-Finanzminister insbesondere auch die Umsetzung einer Schuldenunion auf EU-Ebene fürchten. Vor allem Frankreich und die EU-Südstaaten von Griechenland bis Portugal würden in Zukunft Deutschland und die Deutschen sehr gerne für ihre Schulden ohne Schranken haften lassen.

Bosbach und sein Kreis leisteten 2012/2013 auch gegen den ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) und die „Willkommenskultur“ von Angela Merkel heftigen innerparteilich Widerstand. Dies führte auch dazu, dass der CDU-Abgeordnete bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr antrat.

 

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