Das „rote“ Bankhaus Monte dei Paschi di Siena macht weiter hohe Verluste.

Foto: Bild: Petar Miloševi? / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Monte dei Paschi di Siena: Bankhaus machte 2017 rund 3,5 Milliarden Euro Verlust

Das italienische Bankhaus Monte dei Paschi di Siena kommt nicht aus den Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Das nun abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2017 brachte neuerliche Verluste von nicht weniger als 3,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 hatte das Bankhaus bereits einen Verlust von 3,2 Milliarden Euro eingefahren. 2017 sanken dann die Einnahmen der Traditionsbank um sechs Prozent, die operativen Verluste stiegen im Vergleich um 40 Prozent. Die ökonomische Schieflage ist auf faule Kredite, hohe Spekulationsverluste mit Derivaten und jahrelanges Missmanagement zurückzuführen.

Mit Milliardenzuschüssen Italiens und einem von der EU-Kommission abgesegneten Restrukturierungsplan wollen die Manager in Siena das Bankhaus 2019 wieder in die schwarzen Zahlen führen.

Skandalbank: Bankenaufseher Draghi und ein toter Pressechef

Monte dei Paschi stand als sogenannte „rote Bank“ viele Jahre lang unter dem Schutz der linken Reichshälfte in Italien. In diesem Zusammenhang tauchen auch immer wieder Berichte um das nachhaltige Versagen von EZB-Chef Mario Draghi als vormaligem Chef der italienischen Bankenaufsicht im Zusammenhang mit Monte dei Paschi auf.

Vor fünf Jahren stürzte sich dann auch noch der Pressechef der Bank, David Rossi, aus dem Fenster seines Büros. Bis heute gibt es darüber Spekulationen, ob es sich dabei um einen Unfall, Selbstmord oder gar Mord gehandelt habe.

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