Abwerzgers angeblicher "Nazi-Eklat" entpuppte sich als mediale Ente des ORF | Unzensuriert.at

Abwerzgers angeblicher "Nazi-Eklat" entpuppte sich als mediale Ente des ORF

Markus Abwerzger wurde beschuldigt, antisemitische Äußerungen eines 86-jährigen nickend zur Kenntnis genommen haben. Wie nun medial zu sehen war, sind die Anschuldigungen falsch. Foto: Markus Abwerzger auf Facebook
Markus Abwerzger wurde beschuldigt, antisemitische Äußerungen eines 86-jährigen nickend zur Kenntnis genommen haben. Wie nun medial zu sehen war, sind die Anschuldigungen falsch.
Foto: Markus Abwerzger auf Facebook
10. Februar 2018 - 13:39

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Es hätte der Skandal schlechthin werden sollen. Der Tiroler FPÖ-Obmann Markus Abwerzger stand seit einem gestrigen ORF-Bericht in Kritik, dass er antisemitische Äußerungen eines 86-jährigen Mannes nickend zur Kenntnis genommen habe. Medien wie etwa oe24.at sprachen von einem „Wahlkampf-Eklat“. Dabei distanzierte sich Abwerzger von Anfang an und stellte klar, dass er dem Herren vor laufender Kamera widersprochen habe. Abwerzger forderte den ORF um Herausgabe des Materials auf. Auch FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky übte in einem Pressedienst Druck aus.

Erst einen Tag später veröffentlichte der ORF in der ZIB um 13.00 Uhr ergänzende Aussagen Abwerzgers im Zuge des Gesprächs mit dem Herren. Ganz klar kommt zum Ausdruck, dass Abwerzger die antisemitischen Aussagen vor laufender Kamera zurückwies.

Wer war verantwortlich für ORF-Falschinformation?

Fraglich bleibt außerdem, wie es zu dieser einseitigen Berichterstattung gegenüber Abwerzger kommen konnte und ob die zuständige ORF-Redakteurin Sybille Brunner oder jemand anderer dafür verantwortlich war und auch die Konsequenzen zieht.

Abwerzger wartet auf Entschuldigungen der "Nazi"-Schreier

Vor Ausstrahlung in der ZIB 1 hagelte es heftige Kritik. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher – bereits für seine peinlichen Ausrutscher bekannt – forderte genauso wie die Tiroler SPÖ-Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik vom blauen Landesobmann Konsequenzen. Auch Rücktrittsaufforderungen hagelte es. Man darf gespannt sein, wann die öffentlichen Entschuldigungen gegenüber dem Tiroler FPÖ-Chef eintrudeln.

 

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