Bewusstseinsbildende Maßnahmen sollen den Einsatz der Rettungskräfte wieder verbessern.

Foto: Bild: Rettungssani / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Wien: Schaulustige blockieren wieder einmal Noteinsatz – Kickl stellt Strafen in Aussicht

Am 9. Februar verhinderten wieder einmal rund 300 Schaulustige den Einsatz von Rettungskräften. Wenig später starb der davon betroffene 71-jährige Pensionist im Krankenhaus.

Schaulustige behinderten das Erreichen des Bewusstlosen

Der Mann war im 10. Wiener Gemeindebezirk bewusstlos zusammengebrochen. Die alarmierten Rettungskräfte konnten jedoch dem Verunglückten nicht sofort helfen, weil sie sich zuerst eine Gasse durch die Menge bahnen mussten. Dies kostete viel Zeit, lebensrettende Zeit. Für den Mann kam die ärztliche Hilfe letztendlich zu spät.

Staus durch „Unfall-Voyeurismus“

Das Phänomen des „Unfall-Voyeurismus“ ist häufig bei Verkehrsunfällen mit Kraftfahrzeugen zu beobachten. Autofahrer bremsen ab, nicht nur zur Sicherung des Unfallbereichs, sondern um den Unfall zu betrachten oder zu fotografieren. Damit erzeugen sie Stau und behindern den Einsatz der Rettungskräfte.

Bewusstseinsbildende Maßnahme gegen Sensationsgier

Laut Innenminister Herbert Kickl müsse ein Bewusstsein geschaffen werden, dass Schaulustige, die von der Gegenfahrbahn fotografieren oder filmen, eine Behinderung darstellten und sich auch selbst gefährdeten.

Wenn diese bewusstseinsbildende Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg bringt, sei es „durchaus vorstellbar, dass man mit entsprechenden Strafmandaten gegen Unbelehrbare vorgeht“, sagte Kickl.

In Zeiten von fast allgegenwärtiger Kameraüberwachung sei eine Dokumentation nicht schwierig. Bei einer entsprechenden politischen Willensbekundung werde sich auch ein technischer Weg finden lassen.

 

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