Brigitte Ederer holte eine Mitarbeiterin des SPÖ-Klubs in den ÖBB-Vorstand. Da soll laut Ederer Kompetenz und nicht das Parteibuch ausschlaggebend gewesen sein.

Bild: Gregor Tatschl / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Ederer zu ÖBB-Posten: „Bei SPÖ geht es um Kompetenz, bei FPÖ um Parteibuchwirtschaft“

Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) besetzt den ÖBB-Aufsichtsrat neu. Dort sollen in Zukunft Manager mit Wirtschaftserfahrung sitzen, denen er vertraut. Das haben seine Vorgänger, allesamt der roten Partei zugehörig, auch so gemacht. Dennoch kommt ausgerechnet von der SPÖ scharfe Kritik. Und am lautesten brüllt ÖBB-Aufsichtsratschefin Brigitte Ederer (61).

Ederer: Umfärbung in unerträglicher Form

Im Interview mit der Kleinen Zeitung sagt Ederer: „Es wird alles in einer unerträglichen Form umgefärbt.“ Wirklich unerträglich dabei ist ihr Jammern, dass sie jetzt, nachdem die Roten nicht mehr das Sagen haben, ihren einflussreichen und wahrscheinlich auch gut dotierten Job aufgeben muss. Ederer sagte gegenüber der Kleinen Zeitung allen Ernstes:

Bei mir und CEO Christian Kern sowie nun Andreas Matthä wurde ein anderer Modus geführt. Da ging es um Kompetenz und nicht um Parteibuchwirtschaft.

Soll heißen: Wenn die Roten Posten besetzen, dann handelt es sich um kompetente Leute, bei den Blauen dagegen gehe es rein nur um Parteibuchwirtschaft.

Ederer holte Mitarbeiterin aus SPÖ-Klub in Vorstand

Ederer wird mit ihrer eigenwilligen Expertise über Postenbesetzungen wenig Verständnis in der Öffentlichkeit finden, zumal sie selbst mit Silvia Angelo eine ehemalige Mitarbeiterin der AK Wien und des SPÖ-Klubs in den Vorstand der ÖBB Infrastruktur AG geholt hatte. Diesen Postenschacher erklärte sie so, dass „es da um Qualifikation ging, die man ihr allseits bestätigt“.

„Blaue Urgesteine für den ÖBB-Aufsichtsrat“

Freilich: Wer in der AK Wien und im SPÖ-Klub arbeitet, hat unbestritten die Kompetenz, Vorstand der ÖBB Infrastruktur zu werden. Der Standard, der Ederer bei ihrem Abgesang brav begleitet, hat diese umstrittene Personalentscheidung Ederers in ihrem Artikel „Blaue Urgesteine für den ÖBB-Aufsichtsrat“ nicht erwähnt.

Rote ÖBB-Manager im Fasching verhöhnt

Der Bevölkerung kann Ederer oder der Standard sowieso kein X für ein U vormachen. So hat man den Wählern lange Zeit einreden wollen, dass Christian Kern ein erfolgreicher Manager der ÖBB gewesen sei. Im Fasching hören die Politiker, was sie von solchen Märchen halten. In der ORF-SendungNarrisch guat“ am 10. Februar nahm „Lachgas Franz“ in seiner Obmannrede darauf Bezug:

Christian Kern hat als ÖBB-Chef 270 Millionen Euro Gewinn verkündet. Er hat aber vergessen zu sagen, dass er fünfeinhalb Milliarden Euro Zuschuss erhielt.

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