Die überlastete Polizei in Rio de Janeiro bekommt jetzt Militärunterstützung.

Foto: Bild: Tânia Rego/Agencia Brasil / Wikimedia (CC-BY-3.0-BR)
Rio de Janeiro: Militär sorgt ab sofort für die Sicherheit in der Millionenstadt

Die Millionenmetropole Rio de Janeiro bekommt jetzt Unterstützung in Sachen Kriminalitätsbekämpfung. Staatspräsident Michel Temer unterzeichnete ein Dekret, das einen Militärgroßeinsatz in der Stadt ermöglicht. Die brasilianischen Streitkräfte sollen die örtlichen Polizeiverbände im Kampf gegen Drogenbanden und steigende Gewaltexzesse unterstützen.

40 Tötungsdelikte auf 100.000 Einwohner

Im Karneval waren rund 17.000 Polizisten in Rio de Janeiro konzentriert worden, um für die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer zu sorgen. Trotzdem sind die Gewaltdelikte durch Bandenkriminalität weiter gestiegen. Dazu kommt, dass die aktuelle Kriminalstatistik alarmierende Ergebnisse für die letzten beiden Jahre ausweist. Allein bei Morden hatte es von 2016 auf 2017 im Jahresvergleich eine Steigerung von 26 Prozent gegeben. Auf 100.000 Stadtbewohner kamen nicht weniger als 40 Tötungsdelikte im Jahr 2017.

Mehr als 230.000 Raubüberfälle in Rio im Jahr 2017

Auch bei den Vermögensdelikten liegt Rio im Spitzenfeld. Im Jahr 2017 registrierte die Polizei insgesamt 230.000 Raubüberfälle in der Metropole. Dazu kommen Diebstähle und andere Eigentumsdelikte.

Starker Mann in der neuen Sicherheitsarchitektur der Stadt soll General Walter Souza Braga Netto werden. Der Armee-General hatte bereits 2016 anlässlich der Olympischen Spiele die gesamte Sicherheitsüberwachung der Sportveranstaltungen unter sich.

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