Österreichs Sparer haben viele Milliarden durch Niedrigzinsen verloren.

Foto: Bild: GreenZeb / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Niedrig-Zinsen: Österreicher haben seit 2008 insgesamt 10,4 Milliarden Euro verloren

Eine regelrechte Enteignung an den österreichischen Privathaushalten wurde seit 2008 in Sachen Zinspolitik vollzogen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Allianz Gruppe Österreich unter dem Titel „Das Nettozinseinkommen der privaten Haushalte“. Insgesamt sind durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank im Euroraum Vermögenswerte von nicht weniger als 10,8 Milliarden Euro bei den österreichischen Bürgern vernichtet worden. Die Zinserträge sind um rund 80 Prozent eingebrochen. Damit hat sich eine Verteilungspolitik der besonderen Art innerhalb der Europäischen Union und der Euroländer etabliert.

Neben den Österreichern stehen auf der Verliererseite auch die privaten Haushalte in Italien mit 163,8, in Deutschland mit 95,9, in Belgien mit 41,5, in Frankreich mit 16,0 und in den Niederlanden mit 4,1 Milliarden Euro.

Schuldnerländer mit Niedrig-Zinsen als Gewinner

Zu den Gewinnern dieser Niedrigzinspolitik zählen hingegen vor allem die privaten Haushalte Spaniens und Portugals. Die Spanier haben sich 124,5 Milliarden Euro an Zinsen erspart und die Portugiesen 26,1 Milliarden Euro. Auch quasi insolvente Schuldnerländer wie etwa Griechenland haben von den sinkenden Zinsen extrem profitiert und wurden für ihre jahrzehntelange Misswirtschaft sogar noch belohnt. 

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